Hundefutter damals und heute

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HundefutterDer treueste Begleiter des Menschen braucht auch gutes Hundefutter. Welche Ernährungsformen es für den Hund gibt und wo die Vor- und Nachteile liegen, kannst du hier nachlesen.

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Die Entwicklung des Hundefutters

Früher lebten die Vorfahren unseres Haushundes in freier Wildbahn und ernährten sich ohne menschliche Hilfe. Auf ihrem Speiseplan stand das, was die Natur zu bieten hatten. Sie jagten in Gruppen und rissen Tiere, die sie nahezu vollständig fraßen. Auch Inhalt des Magen-Darm-Traktes, innere Organe und Knochen wurden verzehrt. So hielten sie sich gesund. Denn sie nahmen durch die Nahrung, die das Beutetier lieferte, die für sie wichtigen Nähr- und Mineralstoffe auf. Ergänzt wurde die Ration gelegentlich mit pflanzlichen Bestandteilen, zum Beispiel Beeren.

Das Zusammenleben mit dem Menschen veränderte die Nahrung der Hunde. Sie ernährten sich nun von dem, was übrig war. Die Essensreste waren vielseitig, aber oft nicht ideal für die Verdauung des Hundes.  Daran änderte sich auch später kaum etwas: Hof- und Nutzhunde bekamen meist übrige gebliebene Reste in den Napf. Der Anteil an Kohlenhydraten war hoch. Eher verfütterte man altes Brot an die Hunde als wertvolles Fleisch. Infolgedessen passte der Hund sich an. Im Gegensatz zu seinem wildlebenden nahen Verwandten und Vorfahr, dem Wolf, verfügt der Hund über die Möglichkeit, auch viele Kohlenhydrate gut zu verdauen. Das hat ihm in der Lebensgemeinschaft mit dem Menschen einen enormen Vorteil gebracht.

Schnell wurde jedoch aus dem Hund mehr als nur ein Nutztier. Es ist nun ein wichtiger Teil der Familie. Ein guter Grund für die professionielle Produktion von Hundefutter. Denn der Wunsch nach artgerechterem und gesundem Hundefutter wächst unter den Hundefreunden stetig. So konzipiert man verschiedene Rezepturen mit Fleisch, Gemüse und weiteren nährstoffreichen Lebensmitteln. Das Futter wurde im Laufe der Jahre immer weiter verbessert. Denn auch die Forschung auf diesem Gebiet hat stark zugenommen und viele wertvolle Erkenntnisse geliefert. So werden heute die Rezepturen für Hundefutter ständig erweitert, verbessert und erneuert, denn immer wieder gibt es neue Erkenntnisse und Ideen bezüglich der Ernährung unserer Fellnasen.

Auf den Hund kommt es an

Ein wichtiges Kriterium für die Fütterung von Hunden ist heutzutage unter anderem die Rasse bzw. die Größe des Hundes. Denn manche Hunde haben andere Bedürfnisse als ihre Artgenossen. Kleine Hunde brauchen zum Beispiel einen höheren Energiegehalt in ihrem Futter, große Hunde benötigen in besonderem Maße Nährstoffe, die ihre Gelenke und Knochen stärken und schützen. Durch die Züchtung verschiedener Rassen traten mit der Zeit zum Teil auch rassetypische Unverträglichkeiten auf. Auch dies muss heute bei der Herstellung verschiedener Hundefutter beachtet werden. Aus diesem Grund achte auch du auf ein bestmöglich passendes Futter für deinen ganz individuellen Vierbeiner!

BARFen – beliebte Methode der Hundefütterung

Besonders in den letzten Jahren gibt es viele neue Arten der Fütterung. Der wohl beliebteste „Trend“ ist das sogenannte BARFen. BARF steht für Biologisch Artgerechtes Rohes Futter. Die Hundefütterung besteht also aus rohem Fleisch, Innereien, Gemüse und anderen wertvollen Zutaten, zum Beispiel Ölen. Üblicherweise wird das alles roh verfüttert. BARF-Futter wird meist selbst zubereitet, so kann es ganz individuell auf den Hund abgestimmt werden. Mittlerweile gibt es aber auch fertige, tiefgefrorene BARF Mischungen, die ebenfalls verwendet werden können. BARFen findet unter Hundebesitzern großen Anklang und erfreut sich einer immer größeren Beliebtheit.

Biologisch produziertes Hundefutter

Viele Hundehalter schwören auch auf die Fütterung von Bio-Hundefutter. Eine große Rolle spielt dabei meist der Aspekt der Nachhaltigkeit, der den Hundehaltern sehr wichtig ist. Hier wird komplett auf den Zusatz nicht-biologischer Zutaten verzichtet.  Doch auch Bio-Futter ist natürlich nicht gleich Bio-Futter. Auch bei der Bio-Fütterung solltest du immer genau auf deinen Hund eingehen, Alter, Gewicht und Gesundheitszustand sowie viele weitere Faktoren beachten.

Hunde vegan oder vegetarisch ernähren

Den Speiseplan eines Hundes komplett vegetarisch oder sogar vegan zu gestalten, kommt auch immer häufiger vor. Viele Menschen, die vegetarisch der vegan leben, sind überzeugt von dieser Ernährungsmethode und möchten diese auch bei ihren Hunden anwenden. Doch hierbei ist Vorsicht geboten. Hunde benötigen wichtige Nährstoffe aus Fleisch- und tierischen Produkten, diese müssen adäquat ersetzt werden. Und das ist nicht einfach! Denn Hunde sind Karnivoren, das bedeutet, dass sie von Natur aus Fleisch- beziehungsweise Beutetierfresser sind. Eine entsprechende Ernährungsumstellung sollte also vorher gut überlegt und keinesfalls spontan entschieden werden. Es empfiehlt sich zudem, einen Experten für Hundeernährung hinzuzuziehen. Er kann bei der Erstellung einer passenden Ration unterstützen. Welche Auswirkungen die langfristige vegetarische oder sogar vegane Ernährung auf unsere Vierbeiner hat, ist derzeit wissenschaftlich noch nicht geklärt.

Die Fütterung heute

Die Ernährung unserer tierischen Freunde ist um einiges komplexer – weil viel durchdachter – als in vergangenen Zeiten. Jeder Hund hat seine speziellen Bedürfnisse und benötigt die verschiedensten Nährstoffe für ein gesundes und vitales Leben. Vom wilden Wolf, der in der Gruppe gejagt hat, bis zu unseren heutigen Fellnasen hat sich viel verändert. Somit veränderten sich auch die täglichen Bedürfnisse. Mit der Entwicklung dieses neuen Speiseplans kamen viele verschiedene Möglichkeiten der Hundefütterung auf – welche dabei für dich und deinen Vierbeiner die Richtige ist, solltest du dir genau überlegen.

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