Wandern mit Hund: Für Abenteurer

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Wandern mit HundFür nahezu jeden Hund ist es das Größte, mit seinen Menschen draußen zu sein. Am liebsten den ganzen Tag lang. Daher sind viele Hunde die idealen Begleiter auf Wanderungen. Hier geben wir dir Tipps zum Thema Wandern mit Hund.

Wandern mit Hund – ein Abenteuer für Mensch und Tier

Hunde lieben es, mit ihren Menschen draußen in der freien Natur zu sein. Im normalen Tagesablauf ist es die tägliche Gassirunde oder der etwas längere Spaziergang. Manchmal begleiten Vierbeiner ihre Herrchen oder Frauchen auch zum Einkaufen. Das ist für sie in der Regel zwar weniger spannend, aber gemeinsame Zeit mit den Menschen zu verbringen, ist für sie das Wichtigste überhaupt. Das ist im Urlaub auch nicht anders. Wenn nicht gerade eine Flugreise ansteht, ist die Fellnase ohnehin mit von der Partie. Viel gemeinsame Zeit lässt sich bei einem Wanderurlaub verbringen, bei der Zwei- und Vierbeiner gleichermaßen auf ihre Kosten kommen. Damit es für beide zum echten Erlebnis wird, sollte eine Wanderung mit Hund gut geplant und vorbereitet werden. Worauf du achten solltest, erfährst du in diesem Beitrag.

Nicht jeder Hund ist der geborene Langläufer

Das Praktische am Wandern mit Hund ist, dass du es quasi jederzeit ausüben kannst, auch unabhängig von der Urlaubszeit, zum Beispiel am Wochenende. Planst du hingegen eine längere Tour über mehrere Tage oder Tageswanderungen im Urlaub, solltest du bei der Auswahl der Strecken besonders die Konstitution deines Hundes berücksichtigen. Denn nicht jeder Hund ist gleich gut zu Pfote. Einige Rassen sind begeisterte Langläufer, wie beispielsweise Hütehunde, Begleithunde oder klassische Familienhunde wie der Weimaraner. Auch kleine Hunde wie zum Beispiel der Jack Russell Terrier können meist gar nicht genug vom Laufen bekommen.

Andere Rassen wie Malteser, Französische Bulldogge oder Berner Sennenhund gelten allgemein als wenig ausdauernde Läufer. Dennoch lassen sich die meisten Hunderassen nicht pauschal in die eine oder andere Kategorie einordnen, denn auf beiden Seiten kann es Ausnahmen geben. Hilfreich ist es, den Hund beim Spaziergang zu beobachten. Ist er nach drei bis fünf Kilometern immer noch fit und mit Eifer dabei, könnte er ein guter Begleiter für die nächste Wanderung sein. Lässt er sich hingegen bereits nach zwei Kilometern nach Hause tragen, ist Wandern sicher nicht sein Ding.

Körperliche Fitness des Hundes ist ausschlaggebend

Für eine Wanderung muss nicht nur der Mensch fit sein, auch der Hund benötigt eine gute Kondition, um sich einige Stunden auf den Pfoten zu halten, ohne dass es ihn überanstrengt. Vierbeiner, die längere Wegstrecken nicht gewohnt sind, sollten zudem langsam ans Wandern herangeführt werden, indem man die Ausdauer nach und nach steigert. Zudem solltest du darauf achten, dass dein Hund gesund ist, denn so eine Wanderung kann ganz schön anstrengend sein. Um auf Nummer sicher zu gehen, kannst du deinen Hund vor dem gemeinsamen Ausflug oder Urlaub beim Tierarzt durchchecken lassen. Der Veterinär kann dir auch wertvolle Tipps geben, wie viel du ihm zumuten und wie du unterwegs mit einer eventuellen Verletzung deines Hundes umgehen kannst.

Auf die richtige Tour kommt es an

Wandertouren mit HundAuch die Auswahl der Wegstrecke sollte Hunde-gerecht sein. Allzu steile Wege über Geröll sind sicher ebenso wenig geeignet, wie Passagen, die nur mit Leitern oder Seilzügen zu überwinden sind. Es gilt Wanderwege zu finden, die auch für Hunde gut geeignet sind. Oft sind diese in Wanderführern gekennzeichnet. Will man unterwegs übernachten, was sich insbesondere im Urlaub empfiehlt, sollte man sich vor Antritt der Reise erkundigen, in welchen Unterkünften Hunde erlaubt sind. Und zumeist werden Reinigungsgebühren von circa 5 bis 25 Euro für die Übernachtung des Vierbeiners fällig. Im Internet findet man nicht nur passende Hotels oder andere Unterkünfte, sondern auch empfohlene Wanderrouten mit Hund.

Ob man nun eine Hundewanderung entlang der Küste unternimmt oder eine hügelige Gegend bevorzugt, hängt von den eigenen Vorlieben ab. Und sofern der Weg für Hunde geeignet ist, macht er gerne alles mit, solange er nur bei seinen Menschen sein kann und sich nach Herzenslust bewegen darf. Während der Zweibeiner eher die Landschaft genießt, konzentriert sich der Vierbeiner lieber auf die bodennahen Erlebnisse sowie auf die Geräusche und Gerüche um ihn herum. So können Mensch und Hund, jeder auf seine eigene Weise, das Wandern zusammen genießen.

An der Leine führen oder freilaufen lassen?

Für den Vierbeiner ist es natürlich wesentlich schöner, frei neben seinem Frauchen oder Herrchen zu laufen und sich auch einmal einige Meter zu entfernen, weil seine Nase eine verführerische Fährte aufgenommen hat. Dagegen ist bei Hunden, die auf Zuruf reagieren, grundsätzlich auch nichts einzuwenden. In manchen Regionen besteht allerdings Leinenpflicht für Hunde, an die man sich halten sollte. Insbesondere, wenn die Route durch ausgewiesene Jagd- oder Naturschutzgebiete führt. Die Anleinpflicht ist zumeist im Reiseführer angegeben, beziehungsweise auch direkt durch Hinweise am Wanderweg gekennzeichnet.

Auch bei der Überquerung von befahrenen Straßen empfiehlt es sich, Hunde zumindest kurz anzuleinen und sie sicher auf die andere Seite zu führen. Das gilt auch für schmale Pfade, die an einem Gefälle entlangführen. Wenn du unterwegs anderen Wanderern begegnest, solltest du deinen Hund auch besser vorübergehend an die Leine nehmen. Denn einige Menschen reagieren ängstlich bei fremden Hunden, die freilaufen.

Diese Ausrüstung für den Hund gehört in den Rucksack

Für alle Fälle solltest du einen Maulkorb oder eine Maulschlaufe in den Rucksack packen. Denn vielerorts müssen Hunde heute bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel einen Beißschutz tragen. Dazu zählen beispielsweise auch Seilbahnen auf der Wandertour in den Bergen. Darüber hinaus benötigen Hunde Wasser und ihr gewohntes Futter, wobei sich für unterwegs Trockenfutter anbietet. Näpfe für Futter und Wasser dürfen auch nicht fehlen. Im Fachhandel sind praktische Reisenäpfe erhältlich, die man zudem flach zusammenschieben kann. Eine leichte Fleecedecke solltest du ebenfalls einpacken.


Neben einer Reiseverbandstasche für Menschen darf auch der Vierbeiner nicht vergessen werden, der sich unterwegs insbesondere an den Pfoten verletzen könnte. Ohne Mitnahme von Bandagen oder einem Schutzstiefel für Hunde kann der Ausflug im Ernstfall schnell beendet sein. Auch hier kann dich der Tierarzt beraten und Empfehlungen aussprechen, damit du dir ein vollständiges Erste-Hilfe-Set für Hunde zusammenstellen kannst. Wem das zu viel Ausrüstung für unterwegs ist, der kann auch einen Gepäckservice nutzen und sich Tasche oder Rucksack an zuvor definierte Orte liefern lassen. Dann bleibt nur noch ein leichter Rucksack für das Nötigste übrig. Doch egal ob viel oder wenig Gepäck, das eine oder andere artgerechte Leckerli, als Lob oder Motivation für den vierbeinigen Wanderpartner, sollte noch hineinpassen.

 

Fazit: Mit etwas guter Planung kann die Wanderung mit Hund zum echten Abenteuer für Mensch und Tier werden, das zusammenschweißt. Egal, ob du lieber an der See, im Wald oder in den Bergen wandern möchtest. Für den lauffreudigen Hund ist diese Art Ausflug oder Urlaub mit Sicherheit ganz nach seinem Geschmack.

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