Bandog im Rasseportrait

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Bandog

Steckbrief

Wachhunde
Herkunft meist USA Lebenserwartung unbekannt
FCI-Standard FCI Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer - Molosser - Schweizer Sennenhunde Funktion Wachhunde
Größe Riesige Hunderassen Häufige Krankheiten unbekannt
Gewicht über 30 kg Felllänge kurz
Charakter/Wesen gezielt Angst einflößend Fellfarbe unterschiedlich
Besonderheiten

oft Listenhund

Rassenmerkmale und Erscheinungsbild

Wie sieht ein Bandog aus?

Bandog ist keine Rassebezeichnung. Es ist vielmehr eine Funktionsbezeichnung. Unter Bandog werden heute in zweifelhaften Teilen der Hundeszene solche Hunde zusammengefasst, die von der deutschen Administration gewöhnlich als Listenhunde geführt werden. Es sind kräftige, möglichst Angst einflößende Hunde. Sehr oft stammen sie von Molossern ab, haben aber eine undurchsichtige Zucht-Vergangenheit hinter sich. Das Fell ist meist kurz anliegend und eher dunkel in seinen Farben. Sie haben ansonsten kein einheitliches Erscheinungsbild. Bandogs sind von keinem nennenswerten Hundezuchtverband der Welt anerkannt. Es sind Mischlinge nach den Vorstellungen des jeweiligen Vermehrers. Es gibt keinen Standard und keinerlei Qualitätssicherung weder in Zucht noch Vermarktung.

Wesenszüge und Charaktereigenschaften

Welche Eigenschaften haben Bandogs?

Im Grunde sind die heutigen Bandogs das Produkt züchterischer Fehlentwicklung bis hin zu Tierquälerei. Denn Hunde sind von ihrem Wesen und ihrer Natur aus dem Menschen freundlich zu gewandt. Hunde, die von ihrem Wesen her aggressiv sein sollen oder auch nur anderen Menschen durch ihre Erscheinung Angst einflößen sollen, muss man als Produkt eines fragwürdigen menschlichen Charakters bezeichnen. Es ist im Grunde eine Form der Qualzucht, denn solche Hunde sind oft nicht in der Lage ein artgerechtes Leben eingebunden in die Sozialität des Menschen zu führen.

Herkunft & Geschichte

Wo kommt der Bandog ursprünglich her?

In den historischen Schriften aus dem englischen Sprachraum über Hunde taucht zuweilen der Begriff „Bandogge“ auf. In der „The Encyclopaedia of the Kennel“ des britischen Hundekenners Vero Shaw aus dem Jahre 1882 wird er als schon damals überholter Sammelbegriff für Bulldogs und Mastiffs aufgeführt – verbunden mit dem Hinweis, dass sie ausgestorben seien. Wahrscheinlich war Bandog in alten Zeiten ein Sammelbegriff für schwere Wach- und Kettenhunde. In der seriösen Hundezucht taucht der Begriff seit mindestens 200 Jahren nicht mehr auf. Amtlich taucht der Begriff in manchen Rasselisten „gefährlicher Hunde“ der Bundesländer bzw. Kantone der Schweiz, Österreichs und Deutschlands auf.

Beliebte Mixe

Bandogs selbst sind Mixe.

Pflege, Gesundheit und Krankheiten

Gibt es bei Bandogs rassetypische Krankheiten?

Hierzu kann keine seriöse Aussage getroffen werden.

Welches Futter ist für einen Bandog am besten?

Ein Bandog stellt in aller Regel keine besonderen Ansprüche an seine Ernährung.

Aktivitäten

Ein Bandog braucht in jedem Fall eine extrem konsequente Erziehung und Führung. Ansonsten stellt er keine besonderen Ansprüche an Aktivitäten mit ihm und er ist in aller Regel auch nicht für Hundesport geeignet.

bandogÜberlegungen vor der Anschaffung

Wo kann man einen Bandog kaufen?

Von der Anschaffung eines Bandogs wird an dieser Stelle abgeraten. Mit dem Kauf unterstützt du nur eine zwielichtige Szene, die Hunde als Waffe missbraucht. Es gibt mehr als 345 anerkannte Hunderassen, darunter auch viele kräftige Vertreter wie ein Rottweiler, ein Continental Bulldog oder ein Broholmer, die eine imposante Erscheinung mit einem extrem gutmütigen, menschenfreundlichen, unproblematischen Wesen verbinden. Auch im Tierheim kannst du solche Hunde finden.

Erziehung und Haltung

Passt ein Bandog zu mir?

Wie schon gesagt wird von der Haltung eines solchen Hundes abgeraten.

Interessantes, Wissenswertes & Extras

Unter dem Begriff „Bandog“ werden Hunde zusammengefasst, die anderen Menschen Angst einflößen sollen. Das ist genau das Gegenteil dessen, was die Freundschaft Mensch – Hund ausmacht. Es widerspricht zudem elementar dem Wesen eines gesunden Hundes.


Christoph JungChristoph Jung Seit seiner Kindheit gehören Hunde zu den besten Freunden des Hundeforschers. Die Beziehung Mensch – Hund ist für ihn ein faszinierendes Thema, das ihn täglich beschäftigt und für das er sich auch öffentlich engagiert. Aus seiner täglichen Forschung entstand das Buch „Tierisch beste Freunde“. Jung lebt mit seiner Familie und seinen Hunden in der Nähe von Halle.


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Kommentare, Fragen und Antworten

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