Vogelfütterung: Ist ganzjährig füttern sinnvoll?

Verfasst von Thomas Brodmann
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Kleiner Singvogel frisst an einer Meisenkugel, die an einem Baum hängt.

Vögel füttern ist besonders im Winter beliebt. Doch mit den ersten warmen Tagen stellen viele die Fütterung ein. Aber ist das sinnvoll oder profitieren unsere heimischen Vögel auch während der übrigen Jahreszeiten von einem zusätzlichen Nahrungsangebot? Erfahre mehr über eine verantwortungsvolle Ganzjahresfütterung, die sich an die veränderten Bedingungen für unsere heimische Vogelwelt anpasst und die unterschiedlichen Bedürfnisse im Jahresverlauf berücksichtigt.

Rückgang natürlicher Futterquellen

Die meisten von uns verbinden Meisenknödel und gefüllte Futterhäuschen mit der Herbst- und Winterzeit. Denn sobald es draußen kalt wird, möchten wir unsere heimischen Vögel füttern und ihnen die Futtersuche erleichtern. Vorteilhaft ist eine regelmäßige Futtergabe allerdings auch im Frühjahr und Sommer. Denn in diesen Jahreszeiten ist der Energiebedarf der Vögel ebenfalls hoch.

Durch die Urbanisierung und des damit verbundenen Rückgangs von Grünflächen stehen den Vögeln immer weniger Wildpflanzen zur Verfügung. Noch vor 100 Jahren hat es in Deutschland Feldflure voller Wildblumen gegeben. Diese beheimateten unzählige Insekten und bildeten damit ein reiches Menü für die Vogelwelt. Heute ist Deutschland eine Kulturlandschaft voller Straßen und Siedlungen, mit vielen Feldern, auf denen keine Kornblume mehr zu finden ist. Die Folge: mehr als 200 Wildpflanzenarten sind verschwunden und mit ihnen viele Insekten.
Darüber hinaus produzierten früher Kornfelder mehr als eine Million Tonnen Sämereien pro Jahr. Der Rückgang dieser Sämereien hat negative Auswirkungen auf den Bestand der Wildvögel. Vogelarten wie der Feld- und Haussperling oder der Star haben sich um 50 bis 70 Prozent reduziert.

Ganzjahresfütterung kann ein wertvoller Beitrag zum Vogelschutz darstellen. Entscheidend sind hochwertiges Futter, saubere Futterstellen und ein naturnah gestalteter Lebensraum.

Was bedeutet Ganzjahresfütterung bei Vögeln?

Unter der Ganzjahresfütterung versteht man das Bereitstellen geeigneter Nahrung für Wildvögel während des gesamten Jahres. Anders als bei der klassischen Winterfütterung endet das zusätzliche Futterangebot also nicht mit den ersten warmen Frühlingstagen. Dabei bedeutet Ganzjahresfütterung keineswegs, dass die Tiere ausschließlich vom Menschen ernährt werden. Vielmehr handelt es sich um eine Ergänzung der natürlichen Nahrung. Wildvögel suchen weiterhin nach Samen, Beeren, Knospen oder Insekten – aber sie nutzen zusätzlich Futterstellen, wenn das natürliche Angebot nicht ausreicht.

Vor allem in Städten und intensiv genutzten Kulturlandschaften gewinnt diese Form der Vogelfütterung zunehmend an Bedeutung. Denn vielerorts verschwinden natürliche Nahrungsquellen immer mehr.

Sollte man Wildvögel das ganze Jahr über füttern?

Viele Ornithologen und Naturschutzverbände rufen schon seit längerem dazu auf, heimische Wildvögel das ganze Jahr über zu füttern. Beobachtungen und Analysen haben ergeben, dass die Vögel auch bei einem ganzjährigen Futterangebot durch den Menschen auf natürlichen Nahrungsquellen zurückgreifen und diese lediglich ergänzen. Doch oft finden unsere heimischen Vögel nicht genug natürliche Nahrungsquellen. In der Folge kann der Futterbedarf der Vögel nicht ausreichend gedeckt werden oder macht besondere Anstrengungen notwendig. Eine den Jahreszeiten angepasste Fütterung ist daher sinnvoll. Dabei solltest du stets qualitativ hochwertiges Vogelfutter verwenden und auf Essensreste vollkommen verzichten.

Vogelfütterung im Jahresverlauf:

Herbst

Im Herbst reduziert sich die Zeit zur Nahrungssuche. Dadurch, dass es früh dunkel und spät hell wird, bleibt wenig aktive Zeit zur Nahrungssuche. Unsere heimischen Wildvögel, die den Winter in Deutschland verbringen, müssen sich jetzt Energiereserven anfressen, um die kalte Jahreszeit zu überstehen. Und auch die Zugvögel bereiten sich durch Futterreserven auf den langen Weg in den Süden vor.

Winter

Vögel, die den Winter in unseren Breitengraden verbringen, müssen in dieser Zeit viel fressen, um ihre Körpertemperatur aufrecht zu erhalten. Zugleich verbrauchen sie viel Energie bei der Nahrungssuche. Aufgrund kalter Witterung und einer oftmals geschlossenen Schneedecke gestaltet sich das schwierig. Außerdem ist das Nahrungsangebot knapp. Zu dieser Jahreszeit empfiehlt sich ein Angebot mit möglichst fett- und damit energiehaltigem Futter.

Frühling

Wenn die Tage im Frühjahr länger werden und die Temperaturen langsam steigen, beginnt die Paarungszeit. Die Vögel müssen ihr Revier durch Revierkämpfe verteidigen, sie balzen und bauen ihre Nester – die Brutzeit steht bevor. Die Eier können bis zu 15 Prozent ihres Körpergewichts ausmachen. Deshalb benötigen die Vögel hohe Mengen an Proteinen, Fetten und vor allem Kalzium.
Sind die Kleinen schließlich geschlüpft, müssen sie mit immer größeren Mengen an Futter versorgt werden. Um genügend Nahrung zu finden, sind die Vogeleltern ständig unterwegs. Während der Brutzeit verbrauchen sie bis zu 25-mal mehr Energie als in der übrigen Zeit. Gelegentlich verhungern die Nesthocker in dieser Zeit, da die Eltern zunächst ihren eigenen Energiebedarf decken müssen.
Auch die zurückgekehrten Zugvögel versuchen nach der anstrengenden Reise zunächst einmal die Kraftreserven wieder aufzufüllen, um sich dann ebenfalls der Balz und der Brutzeit widmen zu können.

Sommer

Sind die Küken flügge, beginnt bei den erwachsenen Tieren die Mauser. Die Vögel werfen ihr altes Gefieder ab und ein neues Federkleid bildet sich. Dazu werden Proteine und vor allem schwefelhaltige Aminosäuren benötigt – eiweißreiches Futter ist jetzt also wichtig. In dieser Zeit fressen die Vögel, je nach Art, bis zu 30 Prozent mehr.

Welche Vorteile hat die Ganzjahresfütterung?

Eine verantwortungsvoll durchgeführte Ganzjahresfütterung bringt verschiedene Vorteile mit sich:

  • Ergänzung der natürlichen Nahrung
  • Unterstützung während Brutzeit und Mauser
  • Hilfe bei längeren Hitze- oder Frostperioden
  • zusätzliche Energiereserven während schwieriger Lebensphasen

Darüber hinaus profitieren auch die Menschen von einer Futterstelle. Wildvögel lassen sich aus nächster Nähe beobachten. Kinder lernen dabei heimische Arten kennen und entwickeln häufig Interesse an Natur- und Artenschutz. Nicht selten führt die regelmäßige Vogelbeobachtung und Fütterung dazu, dass Gärten naturnäher gestaltet, die Vogelfütterung optimiert und Nistkästen aufgehängt werden.

Welche Risiken gibt es?

Neben den Vorteilen einer Ganzjahresfütterung für Vögel gibt es auch Risiken:

  • verdorbenes Futter
  • verschmutzte Futterstellen
  • minderwertige Futtermischungen
  • ungeeignetes Futter
  • schlecht gewählte Standorte

Diese Risiken lassen sich jedoch durch eine sorgfältige Auswahl des Futters, eine regelmäßige Reinigung der Futterstelle und geeignete Futterstandorte größtenteils vermeiden.

Wann ist Vogelfütterung sinnvoll?

Grundsätzlich kann eine ergänzende Fütterung von Wildvögeln das ganze Jahr über sinnvoll sein. Allerdings verändern sich die Bedürfnisse der Tiere je nach Jahreszeit. Im Winter benötigen Vögel besonders viel Energie, da Kälte, Frost und Schnee die Nahrungssuche erschweren. Geeignet sind vor allem fettreiche Saaten, Sonnenblumenkerne, ungesalzene Erdnüsse und Meisenknödel.

Im Frühjahr steigt der Energiebedarf durch Balz, Brut und Eiablage. Hochwertige Körnermischungen sowie proteinreiche Ergänzungen können die Vögel in dieser anspruchsvollen Phase unterstützen.

Während des Sommers stehen Mauser und die Versorgung flügger Jungvögel im Mittelpunkt. Dann eignen sich verschiedene Saaten und ölhaltige Samen. Für insektenfressende Arten können auch geeignete Insektenfutter-Angebote sinnvoll sein.

Im Herbst bereiten sich viele Vögel auf die kalte Jahreszeit vor oder legen Energiereserven für den Vogelzug an. Energiereiche Körner, Samen und Nüsse bieten in dieser Zeit eine wertvolle Ergänzung zur natürlichen Nahrung.

Den richtigen Fütterungsstandort bestimmen

Die Vögel sollten sich an ihrem Futterplatz sicher und wohl fühlen, damit sie in Ruhe fressen können. Die Futterstelle solltest du daher möglichst hoch oder freihängend anbringen, damit Katzen und andere Tiere keine Möglichkeit haben, sich den Vögeln zu nähern. Außerdem sollten idealerweise mehrere kleine Futterstellen eingerichtet werden und nicht bloß eine große. Futterplätze vor großen Scheiben oder Balkontüren müssen entsprechend gesichert werden. Du solltest die Fenster sichtbar machen, sodass die Vögel diese als Hindernis wahrnehmen und sich nicht verletzen.

Wichtig ist außerdem, dass du die Futterstelle immer gründlich sauber hältst. Um das gewährleisten zu können, eignen sich Futterstationen mit Sitzstangen oder mit der Möglichkeit, dass sich die Tiere dranhängen können. So sind die Vögel neben dem Futter und eine Verunreinigung durch Kot und die damit verbundene Übertragung von Krankheiten wird vermindert. In jedem Fall solltest du die Futterstellen regelmäßig auf Verunreinigungen kontrollieren und sie säubern. Ebenso solltest du das Futter vor der Witterung geschützt positionieren, um es vor dem Verderben zu bewahren.

Vögel im Winter füttern

Die Winterfütterung ist nach wie vor besonders wichtig. Kurze Tage, Kälte und Schnee erschweren die Nahrungssuche erheblich. Gleichzeitig benötigen die Tiere viel Energie, um ihre Körpertemperatur konstant zu halten. Jetzt eignen sich vor allem energiereiche Futtermischungen mit ölhaltigen Samen. Sonnenblumenkerne, geschälte Erdnüsse und hochwertiges Fettfutter. Wichtig ist außerdem, regelmäßig nachzufüllen. Finden Vögel eine verlässliche Futterquelle, stellen sie ihre täglichen Suchrouten häufig darauf ein.

Vögel im Sommer füttern

Vögel im Sommer zu füttern ist vor allem sinnvoll, wenn der Bedarf hoch ist. Während Brutzeit, Nestbau und Mauser brauchen Vögel viel Energie und Nährstoffe. Gerade in stark veränderten Landschaften ist das natürliche Angebot an Insekten und Samen oft nicht mehr ausreichend.

Achte darauf, dass das Futter nicht verdirbt: Fettfutter kann bei großer Hitze schmelzen und ranzig werden. Deshalb sind geschützte Futterstellen vorteilhaft. Ebenso wichtig ist frisches Wasser. Gerade während heißer Sommerperioden ist eine saubere Vogeltränke oft genauso wertvoll wie zusätzliches Futter.

Was dürfen Vögel zu welcher Jahreszeit fressen?

Nicht jedes Futter ist für jede Jahreszeit gleich gut geeignet. Wer Wildvögel füttern will, sollte den Bedarf an die Jahreszeit und die Vogelarten anpassen. Grundsätzlich kann man sagen: Im Herbst und Winter brauchen viele Vögel Energie, um Reserven für die kalte Jahreszeit zu haben. Hier sind fettreiche, kalorienreiche Futtersorten sinnvoll. Im Frühling steigt der Bedarf an Proteinen und Mineralstoffen, weil Brutzeit und Revierverhalten Kraft kosten. Im Sommer sind vor allem eiweißreiche Bestandteile wichtig, etwa durch Insekten oder geeignete Mischungen. Abhängig ist dies jedoch auch davon, um welche Vogelarten es sich handelt, da es individuelle Vorlieben gibt. Allesfresser sind nicht wählerisch, Körner- oder Weichfutterfresser haben dagegen ihre Präferenzen.

Checkliste: So fütterst du Vögel richtig

✔️ Halte die Futterstelle sauber und entferne Reste regelmäßig.
✔️ Verwende ausschließlich hochwertiges Vogelfutter.
✔️ Biete frisches Wasser in einer Vogeltränke.
✔️ Füttere saisonal angepasst.
✔️ Biete keinerlei Essensreste an.
✔️ Richte zwei oder drei kleinere Futterstellen statt nur einer großen ein.
✔️ Platziere die Futterstelle möglichst hoch und katzensicher.
✔️ Achte auf Abstand zu Fenstern bzw. mache diese erkennbar.
✔️ Entsorge verdorbenes oder feuchtes Futter.
✔️ Schütze das Futter vor Regen, Feuchtigkeit und starker Sonne.

Häufige Fehler bei der Vogelfütterung

Ein häufiger Fehler ist die Verwendung von ungeeignetem Futter wie Brot, gewürzte Speisen oder billigen Vogelfutter-Mischungen. Achte zudem darauf, welche Vogelarten deine Futterstelle besuchen und wähle das passende Futter. Ein weiterer Fehler ist mangelnde Hygiene. Wenn Futterstellen nicht regelmäßig gereinigt werden, können sich Krankheiten verbreiten. Auch der Standort wird oft unterschätzt: Futterplätze vor großen Fenstern oder leicht erreichbar für Katzen sind riskant.

FAQ

Soll man Vögel das ganze Jahr über füttern?

Ja, eine (ergänzende) Ganzjahresfütterung ist sinnvoll, wenn sie fachgerecht durchgeführt wird. Sie ersetzt zwar keine natürlichen Lebensräume, hilft aber dabei, saisonale Nahrungslücken auszugleichen und Wildvögel in Zeiten erhöhten Energiebedarfs zu unterstützen.

Ist Ganzjahresfütterung sinnvoll oder schädlich?

Sie ist sinnvoll bei der Verwendung von hochwertigem Futter, guter Hygiene und einem geeigneten Standort. Schädlich wird die Fütterung meist nur dann, wenn minderwertiges Futter, verschmutzte Futterstellen oder ungeeignete Lebensmittel verwendet werden.

Darf man Vögel im Sommer füttern?

Ja, Vögel im Sommer zu füttern ist erlaubt und oft sogar nützlich. Besonders während der Brutzeit und Mauser kann das zusätzliche Angebot eine echte Hilfe sein.

Was fressen Vögel im Sommer und Winter?

Im Winter stehen energiereiche Samen und Fettfutter im Vordergrund. Im Frühjahr und Sommer benötigen viele Arten zusätzlich eiweißreiche Nahrung wie Insekten oder Mehlwürmer, da sie Jungvögel versorgen oder ein neues Federkleid bekommen.

Werden Vögel abhängig vom Futter?

Nein, nach bisherigen Erkenntnissen suchen Wildvögel auch bei regelmäßiger Fütterung weiterhin nach natürlicher Nahrung. Das Futter wird überwiegend als Ergänzung genutzt und ersetzt die Nahrungssuche nicht.

Wie oft sollte man Vögel füttern?

Am sinnvollsten ist eine regelmäßige Versorgung. Viele Tiere gewöhnen sich an zuverlässig gefüllte Futterstellen und planen ihre Nahrungssuche entsprechend.

Wie bleibt die Futterstelle hygienisch?

Futterhäuschen sollten regelmäßig gereinigt und von Kot sowie Futterresten befreit werden. Feuchtes oder verschimmeltes Futter solltest du sofort entfernen, damit sich keine Krankheitserreger bilden und verbreiten können.

Was sollte ich beim Füttern vermeiden?

Verzichte auf Speisereste, sondern füttere ausschließlich hochwertiges Vogelfutter. Darüber hinaus sollten Futterhäuser nicht an unsicheren Standorten oder in der Nähe von großen Glasflächen aufgestellt werden.

Fazit

Angesichts schwindender Lebensräume und eines sinkenden Nahrungsangebots ist eine verantwortungsvolle Ganzjahresfütterung ein sinnvoller Beitrag zum Schutz heimischer Wildvögel. Für die Vogelfütterung gilt: Nur Qualität, Hygiene und ein sicherer Standort machen die Vogelfütterung verantwortungsvoll. Darüber hinaus sollte jeder bestrebt sein, im Garten oder auf dem Balkon ein vogel- und insektenfreundliches Refugium zu schaffen.


Thomas Brodmann

Thomas Brodmann, Autor & Tierfotograf

Als freier Journalist und Fotograf ist Thomas auf Haustiere und Wildtiere spezialisiert - mit mittlerweile bereits über 20 Jahren Erfahrung. Er schrieb bereits für zahlreiche bekannte Tiermagazine und veröffentlichte 2017 sein Buch "Unser Hund fit und gesund", in dem er wertvolle Tipps rund um die Ernährung und Gesundheit von Hunden gibt.

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Kommentare, Fragen und Antworten
  1. Irland News Infos & Ratgeber | gruene-insel.de sagt:

    […] Noch mehr Tipps für die Fütterung und die richtigen Standorte gibt es in diesem Ratgeber. […]

  2. Dirk Vogelfreund sagt:

    Sehr guter Beitrag um Vogelschutz! Unsere Artenvielfalt ist bedroht und alle sollten helfen, dass es unseren wildvögeln gut geht. Liebe grüße

  3. AleyKey sagt:

    Find ich super! Weiter so! Die Leute müssen aktiv am Artenschutz mitmachen sonst haben wir in kürze nur noch wenige gefiederte Freunde!!!
    LG
    Aley

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo AleyKey,

      vielen Dank für dein Lob!

      Liebe Grüße,
      dein ZooRoyal Team

  4. Fred sagt:

    Hallo, klasse und sehr tiefgehender Artikel zum Artenschutz! Die Tipps zum zum Standort und zur Qualität des Futters sollten viel mehr berücksichtig werden. Weiter so mit solchen Artikeln.
    LG

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Fred,

      vielen Dank für dein nettes Lob! 🙂

      Liebe Grüße
      Dein ZooRoyal Team

  5. Max sagt:

    Hallo,
    hört sich ja alles schön und verkaufsfördernd an, daher,
    bevor ich mir die Mühe mache. Werden sachliche kritische Beiträge gelöscht ?
    Max

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Max,

      wir freuen uns immer über konstruktive Kritik. Wenn du dir unsicher bist, kannst du dich auch bevor du kommentierst in unserer Netiquette informieren:
      https://www.zooroyal.de/magazin/allgemein/netiquette/

      Viele Grüße
      Dein ZooRoyal Team

      1. Max sagt:

        Ganzjahresfütterung nicht immer sinnvoll.

        Ich muss hier doch einige Ihrer Aussagen berichtigen (Ergänzen) da Ihr Bericht für mich doch etwas einseitig ist.

        So rät der Naturschutzverband NABU aus verschiedenen Gründen von einer Ganzjahresfütterung ab.
        Das Problem des Futtermangels in der Vogelwelt bezieht sich im Wesentlichen auch auf das Fehlen von Insekten, (Nahrung der meisten Zugvögel). Dies vermisse in dem Bericht.

        Zudem wird die Fütterung in der Aufzucht der Jungvögel kritisch gesehen. (Aufgeblähte Bäuche bei toten Meisenküken, (Bericht in einem Vogelforum).Auch ob der Allgemeine Vogelfreund alle Regeln der Hygiene und des Futters immer einhält bezweifle ich.

        Auch ich selbst wollte dieses Jahr mit der durchgehenden Fütterung beginnen. Dies lockte allerdings Schwärme von Sperlingen und Grünfinken an, so dass andere Arten kaum noch eine Chance hatten, trotz mehrerer Futterstellen. Mein Stieglitzpaar musste fliehen und ihren Nestbau, welches von den Sperlingen immer wieder zerpflückt wurde aufgeben.

        Ich habe dann sofort die Fütterung beendet und das ganze beruhigte sich wieder.
        Der Gute Gedanke zur Ganzjahresfütterung in Ehren, aber man sollte das Ganze auch etwas kritisch betrachten.

        Ich hoffe ich habe gegen keine Nettiquette verstoßen und konnte etwas zur Vogelhilfe beitragen.

        Grüße
        Max

        1. ZooRoyal sagt:

          Hallo Max,

          vielen Dank für deine konstruktive Kritik und deinen Input. Gerne ergänzen wir den Beitrag um einige Punkte.

          Viele Grüße
          dein ZooRoyal Team

  6. Monika Lange sagt:

    Wir wohnen auf einem Bauernhof der noch betrieben wird. Vor und hinter unserem Haus stehen große Tannen in denen massenhaft Vögel wohnen, leben und brüten. Seit einigen Jahren füttern wir ganzjährig. Haben neuerdings den Kleiber und auch den Specht regelmäßig hier. Wir haben zwei Futterstellen und Fettkugeln an den Bäumen verteilt die super angenommen werden. Meine Frage lautet: es gibt ja noch die Bodenpieker. Ist es sinnvoll Futter auf den Boden zu streuen? Danke für eine Antwort . Grüße Monika

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Monika,

      du kannst sehr gerne einmal ausprobieren, auch etwas Futter auf dem Boden zu verstreuen. Wenn du beobachten kannst, dass das Futter angenommen und gefressen wird, kannst du es dort sicherlich öfters verteilen. 🙂
      Allerdings kann es auch sein, dass das Futter auf dem Boden Ratten anlockt. Sobald du dies bemerkst, solltest du das Futter auf dem Boden eher wieder entfernen, wenn du das vermeiden möchtest

      Viele Grüße,
      dein ZooRoyal Team

  7. Iris Zöfeld sagt:

    Ein toller Artikel der hoffentlich andere dazu anregt Ganzjährig zu füttern. Ich füttere das ganze Jahr über die Wildvögel man muss nur einige Sachen beachten.Die bekommen im Winter ein ganz anderes Futter wie im Frühling ect. Was mich dazu veranlasst hat durchgängig zu füttern ist, das immer mehr Lebensraum der Wildvögel verkleinert wird und wie im Artikel oben geschrieben immer weniger Nahrung für die Vögel da ist . Daher finde ich es toll endlich mal ein Beitrag zu lesen wo dazu aufgerufen wird ganzjährig zu füttern.

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Iris,

      vielen Dank für dein Lob! Schön, dass du dir das ganze Jahr über Gedanken machst und die Wildvögel unterstützt. 🙂

      Viele Grüße,
      dein ZooRoyal Team

  8. Sibylle Speiser sagt:

    Auch ich füttere die Vögel seit nunmehr 8 Jahren ganzjährig. Weil die Natur nicht mehr Natur ist. Der Mensch hat sie schon lange auf ein Minimum reduziert. Ich wohne auf dem Land: Die Natur ist ausgeräumt. Gedüngte, fette Wiesen, so weit das Auge reicht. Ideal für die „ertragreiche“ Viehzucht. Wiesen ohne Blümchen, geschweige denn Wildkräuter.

    Die Vögel finden schon seit langem viel zu wenig Samen in der Natur, viel zu wenige Insekten. Bei der Fütterung im Sommer achte ich immer darauf, das Insektenfutter dabei ist. Aber ein bisschen Fett als Energielieferant muss auch sein. Ideal finde ich da „Meisenknödel“ mit Insekten und Früchten. Gibt es inzwischen im Handel. Neben Meisenarten machen sich die Stare genauso gern über das Futter her wie Spatzen, Spechte, Hausrotschwänze und Rabenvögel wie Krähen, Elstern und Eichelhäher.

    Etwa 25 verschiedene Vogelarten konnte ich seit Beginn der Ganzjahresfütterung in unserem Garten bestimmen. Vermutlich sind es inzwischen mehr, denn ich sehe immer wieder mal Vögel, die ich nicht bestimmen kann. Auch vom Aussterben Bedrohte holen sich übrigens Futter: Im Herbst kommen immer Feldschwirle auf ihrem Flug nach Afrika vorbei. Ihr langgezogener, grillenartiger Ruf ist unverkennbar. Liebe Grüsse, Sibylle

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Sibylle,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Schön, dass du dich so gut um die verschiedenen Wildvögel kümmerst! 🙂

      Liebe Grüße,
      dein ZooRoyal Team

  9. Toby sagt:

    Hallo,

    bin durch Zufall auf den Artikel gestoßen und fand Ihn interessant zu lesen. Auf viele wichtige Punkte wurde eingegangen und man sollte eigentlich in der Gesellschaft häufiger so etwas ansprechen.

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Toby,

      vielen Dank für dein Lob!

      Viele Grüße,
      dein ZooRoyal Team

  10. Hannelore Krag sagt:

    Im vergangenen Winter habe ich mit der Fütterung begonnen, da es hier sehr wenige Vögel gab, und habe bis jetzt weiterhin gefüttert. Es sind 2 große Futterhäuser, 1 Gitterröhre mit Meisenknödel, 1 Futtersilo und 1 Futterglas. Außer Kohlmeisen und Spatzen kamen nach und nach andere Arten wie Gimpel, Grünfink, Distelfink, Rotkehlchen, Kleiber. Aber inzwischen sind es ca, 60 Spatzen, ein paar Kohlmeisen und 5 Türkentauben (die ich wegscheuchen muss, weil die der Vermieter hier nicht will). Haben die Spatzen anfangs nur vom Terrassenboden gefressen, so beschlagnahmen sie jetzt die Häuser und gehen auch an die Meisenknödel und ans Silo. So hatte ich es mir nicht vorgestellt! Brauche Rat / Vorschläge!

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Hannelore,

      eine sichere Patentlösung für dein Problem können auch wir dir leider nicht bieten. Aber versuche mal, die Fütterung drastisch zu reduzieren oder gar vollständig zu unterbrechen und erst in frühestens 3 Wochen fortzusetzen. Das überaus große Angebot an Futter ist wahrscheinlich der Grund dafür, dass sich ganze „Schwärme“ von Spatzen bei dir niederlassen. Biete lieber kleinere Mengen an, dann kommen auch seltenere Arten wieder zum Zuge. 1 Futterhäuschen und ein weiteres Futterangebot (z. B. die Gitterröhre mit Meisenknödel) sind nach der Unterbrechung bei weitem ausreichend!

      Wir drücken dir die Daumen, dass es klappt! Berichte uns gerne. 😉
      Viele Grüße
      dein ZooRoyal Team

  11. Sonja Lohberg sagt:

    Liebes ZooRoyal-Team,
    dies ist ein interessanter Beitrag, wenn auch mit kleinen Schwächen. Und ich muss den Bedenken die Max in vielen Punkten leider Recht geben. Da in dem Beitrag aber sicher viel Zeit und Mühe investiert wurde, möchte ich euch das verdiente Lob dieses Thema überhaupt angesprochen zu haben nicht verwehren. Und so fern es der Thematik dienlich ist, möchte ich ein paar eigene Gedanken und Überlegungen beisteuern.

    Über die Problematik der ganzjährigen Fütterung:
    Vögel, Eichhörnchen und co. sind nun einmal Wildtiere und KEINE Haustiere. Das darf nie vergessen werden. Wer das ganze Jahr über füttert sollte sich deshalb auch über die Nachteile im Klaren sein. Zuviel und falsches Futter kann den Tieren mehr Schaden als Nützen. Es können dann nicht nur Krankheiten wie z. B. Adipositas oder Diabetis auftreten, sondern auch Vergiftungen, da zum Beispiel Nüsse aus dem Supermarkt häufig mit Schimmelpilzsporen belastet sein können. Für den Menschen ist die enthaltene Menge meistens unbedenklich, aber für kleine Vögel und Nagetiere kann dies durchaus tödlich sein.
    Der andere Nachteil ist, die rasche Eingewöhnung an die „Futterquelle Mensch“. Es könnte daher passieren, dass einige Tiere die Nutzung natürlicher Futterquellen komplett einstellen und dadurch dann vom Menschen komplett abhängig wären. Der Mensch muss dann die Fütterung über Generationen hinweg sicherstellen, was nicht immer umsetzbar ist und die Tiere entweder Verhungern müssen oder anfangen die Menschen aus Verzweiflung anzugreifen umso ihr Futter einzufordern. Letzteres muss nicht immer der Fall sein, kann aber bei einigen Tier und Vogelarten dennoch vorkommen. Durch die andauernde, durchgehende Fütterung verlieren die Wildtiere eventuell ihre Scheu vorm Menschen, was dann zum nächsten Problem führt: die Übertragungen von Parasiten und Krankheiten.
    Ein wichtiger Aspekt der leider häufig vergessen wird. Dies kann nicht nur für Menschen und Wildtiere ernste Konsequenzen haben, sondern auch für Haustiere. Neben z. B. Würmern und Milben könnten auch Krankheiten wie z. B. Vogelgrippe bei Vögeln, oder auch in manchen Fällen Tollwut oder auch Toxoplasmose zu einem ernsten Problem führen.

    Die von mir geschilderte Problematik beruht vor allem auf eigenen Überlegungen, Recherchen und Erfahrungen. Da ich weder Biologoge/Tierarzt/Förster bin oder andere fachliche Kompetenz aufweisen kann, ist die von mir dargestellte Problematik daher eher als Anregung zu verstehen.

    Hier noch ein paar bekannte Alternativen zur ganzjährigen Fütterung bzw. wie man Wildtieren das Leben im heimischen Garten erleichtern könnte (manche der aufgelisteten Punkte sind für Mieter evtll. erst nach Absprache mit dem Vermieter realisierbar):

    1. Informiert euch genau über die Tiere die in euren Garten leben und beobachtet sie erst einmal bevor ihr eingreift. Vorsicht ist besser als Nachsicht.
    2. Platziert Nistkästen für Vögel und Eichhörnchen so, dass sie vor Beutegreifern sicher sind. Und passt beim Bauen derselbigen auf, dass sicher und auf die jewiligen Bedürfnisse ihrer Bewohner abgestimmt sind.
    3. Achtet auch auf die Bedürfnisse der Insekten. Richtet sogenannte „Insektenhotels“ ein. Sie sind u. a. eine wichtige Nahrungsquelle – nicht nur für Vögel.
    4. Versucht (wenn möglich) während der Brutzeit/Jungenaufzucht auf übermäßige Störungen durch z. B. Rasenmähen oder eventuelle Gartenparties zu verzichten (gilt besonders für kleine Gärten)
    5. Planzt nicht nur „Exoten“ in eure Gärten. Gebt auch einheimischen Blumen, Kräutern und anderen Pflanzen eine Chance. Und lasst z. B. beim Ernten von Obstbäumen „wurmstichiege“ Früchte liegen anstatt sie weg zu werfen.
    6. Verzichtet in eurem Garten beim Obst/Gemüseanbau weitgehend auf chemische Insektide, Pestizide, Fungizide und Dünger versucht erstmal natürliche Mittel (wenn möglich).

    Ein paar abschliêßende Worte: Ich hoffe sehr, dass mir Niemand diesen laienhaften und leider auch recht langen Kommentar übelnimmt. Es ist bestimmt nicht meine Absicht mich wichtig zu machen oder unberechtigte Ratschläge/Kritik zu äußern.

    In diesen Sinne – liebe Grüße an alle Tierfreunde,
    Sonja

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Sonja,

      vielen Dank für deine ausführliche Ergänzung!

      Viele Grüße,
      dein ZooRoyal Team

  12. Cornelia sagt:

    Ich füttere seit Jahren ganzjährig. Im Winter haben nicht sehr viel Vögel das Angebot angenommen, aber seit Frühjahr ist das Vogelfutter äußerst begehrt.
    Leider kommen jetzt ganze Taubenschwärme, die das heruntergefallene Futter aufpicken.
    Was kann ich tun?

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Cornelia,

      schön, dass du die Wildvögel in deiner Umgebung unterstützt!

      Dass bei der Wildvogelfütterung auch Tauben und andere Vogelarten angezogen werden und mit futtern, lässt sich nicht vollständig vermeiden. Mit ein paar Maßnahmen kannst du ungebetene Besucher aber in Schach halten.

      • Vermeide eine offene Fütterung: Tauben bevorzugen Bodenfütterung, bedienen sich aber auch an offenen Futterschalen. Nutze Futterspender, die für kleine Vögel geeignet sind und größeren Vögeln weniger Zugang bieten. Es gibt zum Beispiel Modelle mit kleinen Sitzstangen oder feinen Gittern.
      • Platziere das Futter geschützt: Wähle einen Ort, der für kleinere Vögel gut und für größere Vögel eher schwerer zugänglich ist. Gut geeignet ist zum Beispiel eine überdachte Stelle oder eine hängende Position in einem dichteren Baum.
      • Füttere nur kleine Mengen: Wenn du etwas weniger Futter auslegst, fällt auch weniger herunter, was die Tauben anlocken könnte.
      • Wähle gut geeignetes Futter: Kleinere Singvögel bevorzugen in der Regel Nüsse, Beeren und Insekten, während Tauben sich am meisten über Körner und Samen freuen. Vielleicht hast du ja auch mal Lust das passende Vogelfutter selber zu machen? Hier findest du eine Übersicht, was für welche Vogelart passt und eine Anleitung wie es geht.

      Auch wenn dich die Tauben stören, haben sie durchaus ein paar positive Eigenschaften können sich im Garten zum Beispiel als nützliche Insektenjäger bewähren. Wenn dich ihr Besuch aber doch zu sehr stört und es auch mit den genannten Tipps nicht besser wird, hilft nur alle Futterquellen eine Zeit lang ganz zu beseitigen.

      Viele Grüße
      dein ZooRoyal Team

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