Eine Futterumstellung bei Katzen sollte langsam über 7-10 Tage erfolgen. Mische dafür zunächst nur sehr kleine Mengen des neuen Futters unter das gewohnte Futter und erhöhe den Anteil täglich. Fahre damit fort, solange deine Katze das Futter gut frisst und keine Verdauungsbeschwerden zeigt.
Warum sollte ich das Futter meiner Katze umstellen?
Unverträglichkeiten und Allergien
Reagiert deine Katze mit Juckreiz, Durchfall oder Erbrechen auf ihr Futter, kann eine Unverträglichkeit vorliegen. Eine gezielte Futterumstellung kann bei Unverträglichkeiten sinnvoll sein. Am besten immer in Absprache mit deinem Tierarzt oder deiner Tierärztin.
Erkrankungen
Leidet deine Katze unter einer Erkrankung wie zum Beispiel Nierenproblemen, Diabetes oder Magen-Darm-Sensibilität, kann eine spezielle Diät nötig sein. Lass dich in diesem Fall von deinem Tierarzt oder deiner Tierärztin beraten und bei der Wahl eines für deine Katze geeigneten Spezialfutters unterstützen.
Übergewicht
Hat deine Katze Übergewicht, kann eine Futterumstellung auf ein kalorienreduziertes, aber nährstoffreiches Diätfutter hilfreich sein.
Verfügbarkeit
Manchmal ist das gewohnte Futter plötzlich nicht mehr verfügbar oder die Rezeptur wurde geändert. Dann bleibt oft nur der Wechsel auf eine andere Marke oder Sorte.
Übergang in eine neue Lebensphase (von Kitten zu Adult, von Adult zu Senior)
Katzen haben je nach Lebensphase unterschiedliche Nährstoffbedürfnisse: Kitten brauchen energiereiches Futter für das Wachstum, ausgewachsene Katzen ein Erhaltungsfutter und Senioren oft ein schonenderes Futter mit angepassten Inhaltsstoffen.
Warum fressen Katzen nicht jedes Futter?
Das ist darin begründet, dass Katzen in der freien Natur nur auf ein überschaubares Nahrungsangebot zugreifen können. Allzu viel Abwechslung tut ihrer Verdauung nicht gut und sie bleiben dann lieber bei bekannten Speisen. Doch in manchen Fällen wird eine Futterumstellung bei der Katze nötig. Wenn du vorausschauend schon von Anfang an deinem Kitten ab und zu eine Variation im Futternapf anbietest, kann die Futterumstellung später leichter gelingen.
Wie gehe ich bei einer Futterumstellung bei der Katze vor?
So gehst du bei der Futterumstellung deiner Katze vor:
Neues Futter auswählen: Hochwertiges Futter passend zum Alter, Gesundheitszustand und Vorlieben deiner Katze.
Tag 1-3: Mische sehr kleine Mengen des neuen Futters unter das bekannte Futter.
Tag 4-6: Anteil des neuen Futters langsam erhöhen und das alte Futter weiter reduzieren.
Tag 7-10: Fast ausschließlich das neue Futter nutzen.
Beobachten: Frisst deine Katze normal und zeigt kein Erbrechen oder Durchfall, kannst du das alte Futter vollständig weglassen.
Beachte: Wenn du zu schnell umstellst, kann es passieren, dass deine Katze das gesamte Futter komplett verweigert.
Wann sollte ich zum Tierarzt?
Suche unbedingt einen Tierarzt auf, wenn deine Katze während der Futterumstellung:
länger als 24 Stunden gar nicht frisst
sich wiederholt erbricht
starken Durchfall bekommt
apathisch wirkt
Sonderfälle
Kitten
Kitten haben einen empfindlichen Verdauungstrakt und einen höheren Energiebedarf. Gehe bei einer Futterumstellung deshalb besonders vorsichtig vor und füttere ausschließlich Kittenfutter.
Senioren
Ältere Katzen profitieren von Senior-Futter mit angepasstem Energie- und Nährstoffgehalt. Nimm dir bei der Umstellung ruhig etwas mehr Zeit (eher 10–14 Tage) und beobachte Gewicht und Aktivität genau.
Kranke Katzen
Ist deine Katze bereits krank, solltest du die Futterumstellung nur in enger Absprachemit deinem Tierarzt oder deiner Tierärztin vornehmen.
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Welches neue Futter ist für die Umstellung geeignet?
Achte bei der Futterumstellung darauf, ein Futter zu wählen, welches:
zur Lebensphase deiner Katze passt (Kitten, Adult, Senior)
einen hohen Fleischanteil und eine klare Deklaration der Zutaten hat
bei bestehenden Erkrankungen (z.B. Nierenprobleme) als Spezialfutter vom Tierarzt empfohlen wurde
Was tun, wenn meine Katze das neue Futter nicht frisst?
Frisst deine Katze das neue Futter nicht, gehe einen Schritt zurück und reduziere den Anteil des neuen Futters wieder. Mische nur eine winzige Menge unter das gewohnte Futter und steigere den Anteil des neuen Futters erst weiter, wenn deine Katze wieder zuverlässig frisst. Zusätzlich kann es helfen das Futter leicht zu erwärmen (Achtung: nur lauwarm, nicht heiß), damit es intensiver riecht und mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt anzubieten.
Oft gestellt Fragen
Wie lange dauert eine Futterumstellung bei Katzen?
In der Regel solltest du für eine Futterumstellung mindestens 7–10 Tage einplanen. Empfindliche oder kranke Katzen benötigen oft noch mehr Zeit (2–3 Wochen) und sollten nur in enger Abstimmung mit dem Tierarzt umgestellt werden.
Wie viel neues Futter sollte ich unter das alte Futter mischen?
Deine Katze wird schon kleinste Veränderungen von Geruch oder Konsistenz ihres Futters bemerken. Starte daher langsam mit der Umstellung und mische am ersten Tag nur ¼ Teelöffel des neuen Futters unter ihr gewohntes Futter. Notiere dir am besten, wie deine Katze das Futter annimmt und stimme darauf den Anteil des neuen Futters für den nächsten Tag ab. Vielleicht kannst du am zweiten Tag schon ½ Teelöffel untermischen. Wenn deine Katze am ersten Tag jedoch zögerlich reagiert hat, nimmst du nur 1/8 Teelöffel. So gehst du ganz langsam weiter vor, bis du nur noch ein wenig von dem alten Futter als „Gewürz“ in das neue Futter mischst und es dann schließlich ganz weglässt.