Dürfen Katzen Apfel essen?

- Dürfen Katzen Apfel essen?
- Wie viel Apfel darf eine Katze fressen?
- Dürfen Kitten Äpfel essen?
- Ist ein Apfel gesund für Katzen?
- Dürfen Katzen Apfelmus essen?
- Sind Äpfel giftig für Katzen?
- Dürfen Katzen Granatapfel essen?
- Welches Obst dürfen Katzen nicht essen?
- Was passiert, wenn Katzen zu viel Apfel fressen?
- Was sollte ich beachten, wenn ich meiner Katze Apfel gebe?
- Fazit
- Quellen
Katzen dürfen gelegentlich ein kleines Stück Apfel naschen, als regelmäßiger Snack eignet sich diese Obstsorte jedoch nicht. Das liegt zum einen am Fruchtzucker, zum anderen an den Ballaststoffen und der Säure. Diese können zu Verdauungsproblemen führen. Möchtest du deiner Katze ein Stück Apfel geben, haben wir ein paar Tipps für dich.
Wie viel Apfel darf eine Katze fressen?
Katzen sollten nur eine sehr geringe Menge an Apfel fressen. Die meisten Tiere zeigen sowieso kein Interesse an diesem Obst und wir sollten es ihnen auch nicht anbieten. Katzen sind Fleischfresser, die mithilfe tierischer Kost mit allen lebenswichtigen Nährstoffen versorgt werden können. Sie benötigen keinen (für uns) gesunden Apfel.
Sollte deine Katze gesteigertes Interesse daran haben, ein Stückchen Apfel zu probieren, dann gib ihr ein kleines Häppchen. Wundere dich nicht, wenn sie nach einer kurzen Überprüfung den Apfel links liegen lässt. Die enthaltene Säure schreckt die meisten Katzen ab. Frisst sie den Apfel, ist das in Ordnung. Du solltest es jedoch bei einem gelegentlichen kleinen Happen belassen, denn eine größere Menge birgt die Gefahr von Verdauungsbeschwerden.
Leidet deine Katze an Diabetes oder hat einen empfindlichen Magen, solltest du auf Äpfel komplett verzichten.
Dürfen Kitten Äpfel essen?
Kitten sollten weder Äpfel noch ein anderes Obst zu fressen bekommen. Ihr Verdauungssystem ist mitten in der Entwicklung und kann durch neue Nahrung schnell aus dem Gleichgewicht kommen. Eine der häufigsten Folgen davon ist Durchfall, der die Energiereserven der jungen Katze beinträchtigen kann. Biete ihr daher besser kein Obst an, um sie gar nicht erst in Versuchung zu bringen.
Ein Kätzchen versorgst du am besten mit einem hochwertigen Kittenfutter, das alle wichtigen Nährstoffe bereithält. Erst wenn das Kitten ausgewachsen ist und einen stabilen Verdauungsapparat aufweist, kannst du ihr ein kleines Stück Apfel zum Probieren geben.
Ist ein Apfel gesund für Katzen?
Ein Apfel stellt für eine Katze nur einen sehr geringen gesundheitlichen Nutzen dar. Katzen sind Fleischfresser, die üblicherweise alle benötigten Nährstoffe aus tierischer Kost ziehen. Diese können sie wesentlich besser verwerten als pflanzliche Nahrung. Äpfel liefern aber dennoch folgende Nährstoffe:
- Vitamin C
- Vitamin A
- Kalium
- Ballaststoffe
Für Katzen haben diese Inhaltsstoffe nur eine sehr begrenzte Bedeutung. Auch wenn wir Vitamine fast immer mit Obst in Verbindung bringen, können Katzen diese über tierische Nahrungskomponenten deutlich besser aufnehmen. Trotzdem kann ein kleines Stück Apfel auch positive Effekte haben. Die enthaltenen Ballaststoffe können beispielsweise die Verdauung leicht unterstützen. Außerdem enthalten Äpfel viel Wasser und sind kalorienarm. Nicht zu vernachlässigen ist jedoch der enthaltene Fruchtzucker und die Säure. Sie können sich negativ auf die Gesundheit auswirken.
Dürfen Katzen Apfelmus essen?
Apfelmus ist für Katzen ungeeignet, da fast alle handelsüblichen Apfelmus-Produkte Zucker und andere Zusätze wie Konservierungsstoffe oder Zitronensäure enthalten. Sofern du nicht selbst reines Apfelmus ohne jegliche Zusätze produzierst, solltest du besser darauf verzichten. Aber auch bei einem reinen Naturprodukt solltest du zurückhaltend sein. Äpfel enthalten Fruchtzucker, natürliche Säure und Ballaststoffe. Diese können bei regelmäßigem Verzehr zu Übergewicht, Verdauungsproblemen und langfristig sogar zu Stoffwechselproblemen führen.
Tipp: Solltest du selbstgemachtes Apfelmus als Schonkost bei Magenproblemen einsetzen wollen, hole zuvor tierärztlichen Rat ein.
Sind Äpfel giftig für Katzen?
Das Fruchtfleisch eines Apfels ist für Katzen nicht giftig. In kleinen Mengen kann es in der Regel ohne Risiko gefressen werden. Problematisch sind jedoch andere Bestandteile des Apfels:
- Die Kerne enthalten sogenannte cyanogene Glykoside. Diese Stoffe können im Körper Blausäure freisetzen. Zwar müsste eine Katze eine größere Menge an Kernen fressen, um ernsthafte Vergiftungserscheinungen zu entwickeln, dennoch sollten sie immer entfernt werden.
- Die Apfelschale kann ebenfalls problematisch sein, weil sie weniger leicht verdaulich ist und Rückstände von Pflanzenschutzmitteln enthalten kann. Selbst bei gründlichem Waschen lassen sich diese nicht immer vollständig entfernen. Vorteilhaft ist Bio-Obst, aber Schälen empfiehlt sich dennoch immer.
Dürfen Katzen Granatapfel essen?
Granatapfel ist für Katzen zwar nicht giftig, eignet sich aber nicht als Snack. Die Frucht enthält viele kleine Kerne und relativ viel Fruchtsäure und Tannine. Diese können bei Katzen zu Magenreizungen und Erbrechen führen.
Zudem besteht die Gefahr, dass die Katze die harten Kerne im Fruchtfleisch verschluckt. Diese können zu Verstopfungen und sogar Darmverletzungen führen. Da es keine gesundheitlichen Vorteile von Granatäpfeln für Katzen gibt, solltest du besser auf katzenfreundliche Leckerlis und Snacks setzen, wenn du deiner Katze etwas Gutes tun möchtest.
Welches Obst dürfen Katzen nicht essen?
Obst ist nicht im natürlichen Speiseplan einer Katze enthalten. Sie benötigt es nicht, um mit den für sie lebenswichtigen Nährstoffen versorgt zu werden. Manche Obstsorten eignen sich als gelegentlicher kleiner Snack, andere sind ungeeignet oder sogar gefährlich:
- Trauben und Rosinen:
Sie können bei Katzen – ähnlich wie bei Hunden – Nierenprobleme verursachen und sollten grundsätzlich tabu sein. - Avocado:
Sie enthält Persin, das für viele Tiere problematisch sein kann. - Zitrusfrüchte (z. B. Zitrone, Orange, Grapefruit):
Die enthaltenen ätherischen Öle und Säuren können Magenreizungen auslösen. - Kernobst:
Die Kerne von Kirschen, Pfirsichen oder Aprikosen enthalten Amygdalin, das sich im Körper zu Blausäure verwandeln kann. - Dosenobst:
Dieses enthält oft zusätzlichen Zucker und ist völlig ungeeignet für Katzen.
Was passiert, wenn Katzen zu viel Apfel fressen?
Frisst eine Katze größere Mengen Apfel, kann das verschiedene Beschwerden auslösen. Typische Symptome sind:
- Durchfall
- Blähungen
- Bauchschmerzen
- Erbrechen
Der Grund dafür ist der enthaltene Fruchtzucker, die Säure sowie die Ballaststoffe, die Katzen nur begrenzt verdauen können. In den meisten Fällen verschwinden diese Beschwerden wieder von selbst, sobald die Katze kein Obst mehr frisst. Sollte sie jedoch weiterhin erbrechen, anhaltenden Durchfall oder auffälliges Verhalten zeigen, ist ein Besuch beim Tierarzt empfehlenswert.
Bei dauerhaftem Konsum von Obst kann eine Überzuckerung entstehen, die eine Gewichtszunahme begünstigt. Zudem kann die Säure des Apfels den Magen und die Schleimhäute im Maul reizen.
Was sollte ich beachten, wenn ich meiner Katze Apfel gebe?
Wenn du deiner Katze Apfel anbieten möchtest, solltest du folgende Punkte beachten:
- Achte auf die Apfelsorte
Verzichte auf saure Apfelsorten wie zum Beispiel Granny Smith. - Äpfel immer gut vorbereiten
Der Apfel sollte möglichst Bio sein, geschält, entkernt und in kleine Stücke geschnitten werden. - Nur kleine Mengen füttern
Ein oder zwei kleine Stücke reichen völlig aus. Als Abwechslung besser geeignet sind gesunde Katzensnacks. - Selten anbieten
Apfel sollte nur gelegentlich einmal als Snack dienen. Es kann sein, dass deine Katze Apfel nicht gut verträgt. - Nicht jede Katze mag Obst
Viele Katzen zeigen kein Interesse an süßen Früchten. Das ist normal. Obst steht nicht auf ihrem natürlichen Ernährungsplan und hat keinen oder nur einen sehr geringen gesundheitlichen Nutzen für sie. - Bei Problemen zum Tierarzt
Reagiert deine Katze mit Verdauungsproblemen, gib ihr keinen Apfel mehr. Halten die Probleme längere Zeit an, konsultiere einen Tierarzt.
Fazit
Katzen dürfen eine kleine Menge – nicht zu sauren – Apfel essen, solange das Fruchtfleisch ohne Kerne und ohne Schale angeboten wird. Die Frucht ist für Katzen nicht giftig, spielt jedoch in ihrer Ernährung keine Rolle. Da Katzen Fleischfresser sind, sollte ihre Hauptnahrung aus hochwertigem Katzenfutter und geeigneten Snacks bestehen. Apfel eignet sich höchstens als seltene Ergänzung oder als kleine Abwechslung.
Wenn du deiner Katze Apfel gibst, achte darauf, ihn gut vorzubereiten und nur sehr kleine Mengen anzubieten. Falls du ihn aus gesundheitlichen Gründen füttern möchtest, frage davor sicherheitshalber deinen Tierarzt.
Quellen
- Simon, Swanie (2008). BARF - Biologisch Artgerechtes Rohes Futter für Hunde. Drei Hunde Nacht
- Esch-Völkel, Sylvia (2014). Buntes für den Hund. Kalidor
- Dr. Bucksch, Martin (2017). Gesunde Ernährung für Hunde: Fertigfutter oder selbstgemacht - gesundes Futter für jeden Hund. KOSMOS Verlag
- Meyer, Helmut (2016). Ernährung des Hundes: Grundlagen - Fütterung - Diätetik. Enke
Thomas Brodmann, Autor & Tierfotograf
Als freier Journalist und Fotograf ist Thomas auf Haustiere und Wildtiere spezialisiert - mit mittlerweile bereits über 20 Jahren Erfahrung. Er schrieb bereits für zahlreiche bekannte Tiermagazine und veröffentlichte 2017 sein Buch "Unser Hund fit und gesund", in dem er wertvolle Tipps rund um die Ernährung und Gesundheit von Hunden gibt.