Hundekekse backen: 9 leckere Rezepte

60705
0

Hundekekse backen
Kochen und backen für den eigenen Hund ist in und kann auch sehr viel Freude bereiten. Schließlich kannst du die Zutaten selbst auswählen und zusammenstellen. Hundekekse backen wird dir und deiner Fellnase gefallen. Natürlich musst du nicht erst bis Weihnachten warten, um Hundekekse backen zu können. Du kannst zu jeder Jahreszeit deinen Hund mit Hundekeksen, Muffins oder ähnlichem Gebäck überraschen. Dabei kannst du diese kleinen Leckereien als Belohnung nach dem Training oder aber auch als kleinen Snack für zwischendurch nutzen. Aber bei Letzterem solltest du die Futterration für den ganzen Tag bedenken und eventuell verringern, falls du deutlich mehr Hundekekse verfüttern willst.

9 leckere Rezepte für Hundekekse:

  1. Birnen-Kekse
  2. Möhren-Würfel
  3. Apfel-Joghurt-Knochen
  4. Käse-Cracker
  5. Erdnusskekse
  6. Leberwurst-Bällchen
  7. Zucchini-Bäumchen
  8. Mandel-Plätzchen
  9. No-Bake Kekse

Geeignete Zutaten für Hundekekse

Bei selbstgemachten Hundekeksen kannst du entscheiden, welche Zutaten für deinen Hund in den Hundekeksen verarbeitet werden, denn hier sind deinem Ideenreichtum kaum Grenzen gesetzt. Jedoch solltest du wissen, was dein Hund überhaupt fressen darf und was nicht. Reagiert dein Hund zum Beispiel auf Gluten, solltest du auf das typische Mehl verzichten und auf Alternativen zurückgreifen. Darunter fallen zum Beispiel Reismehl, Kartoffelmehl oder auch Maismehl. Des Weiteren kannst du Fleisch oder aber auch Fisch, wie zum Beispiel Thunfisch, deinen Keksen beimengen. Gemüse (wie Möhren) oder Obst (wie Äpfel, Birnen oder Bananen) können ebenfalls ein Teil des Teigs ausmachen. Hunde mögen meist sehr gerne Quark, Joghurt oder Hüttenkäse, was zusätzlich im Keksteig verarbeitet werden kann.

In den meisten Rezepten wird Öl dem Teig zugefügt. Dabei solltest du auf die Qualität achten. Da eignen sich beispielsweise Distelöl, Leinöl, Sonnenblumenöl oder auch Rapsöl. Wer mag, kann auch gemahlene Haselnüsse bei den Keksen verwenden. Viele Vierbeiner lieben Käse. Dazu gibt es einige Rezepte, bei denen ebenfalls Käse Verwendung findet.

Welche Zutaten eigenen sich nicht für Hundekekse?

Hunde dürfen viel fressen, aber auch nicht alles. So solltest du auf Zucker oder die meisten Gewürze verzichten. Auch Kakaopulver oder gar Schokolade haben in Hundekeksen nichts verloren. Rosinen sowie Weintrauben gehören ebenfalls zu den Tabus der Hundeernährung.

Der Umgang mit Hundekeksen

Auch wenn dein Eifer, Hundekekse für deine Fellnase zu backen, sehr groß ist, musst du vorab einiges bedenken. Die Rezepte bestehen aus frischen Zutaten und beinhalten keinerlei Konservierungsstoffe. Daher sind die Kekse auch nur begrenzt haltbar. Du solltest sie dementsprechend nach dem Backen etwas länger trocknen lassen und trocken und geschützt lagern. Eine schöne Idee ist, dass du sie natürlich verschenken oder nur in kleinem Ausmaß produzieren kannst.
Zeigt dein Hund bei bestimmten Futtermittelbestandteilen allergische Reaktionen oder Unverträglichkeiten, frag deinen Tierarzt oder Tierheilpraktiker um Rat, wenn du bei dem Rezept unsicher bist. Vielleicht kannst du dann dieses Rezept anpassen und eine Zutat durch eine andere austauschen. So könntest du deinem Hund trotzdem mit diesen Hundekeksen Freude bereiten.

Hundekuchen selber backen

Rezepte für Hundekekse

Birnen-Kekse

Zutaten:

  • ca. 100 g Birne
  • 100 g Haferflocken (am besten eignen sich dafür die feinen statt der groben Haferflocken)
  • 150 g Mehl (eine gute Möglichkeit ist Dinkelmehl. Dieses gibt es in verschiedenen Typen. Bei Vollkornmehl verlängert sich die Backzeit.
  • ca. 50 ml Wasser
  • 70 g Naturjoghurt

Zubereitung:

  1. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen.
  2. Die Birne/n schälen und klein raspeln. Dann erstmal zur Seite legen.
  3. Das Mehl mit den Haferflocken vermischen.
  4. Zu der Mehlmischung die Birne und den Joghurt hinzufügen und miteinander zu einem Teig verkneten.
  5. Nach und nach Wasser hinzufügen (ca. 50 ml).
  6. Den Teig aus der Schüssel nehmen und auf der Arbeitsfläche weiterkneten. Mit Hilfe von Mehl den Teig solange kneten, bis dieser aufhört zu kleben.
  7. Nun den Teig ausrollen (ca. 4 bis 4,5 mm) und die Kekse ausstechen
  8. Die Kekse auf ein Backblech legen.
  9. Bei 180 ° Grad die Hundekekse ca. 25 bis 30 Minuten backen. Je nach Dicke des Teigs verlängert sich die Backzeit ein wenig. Die Kekse sind dann fertig, wenn sie eine leichte Braunfärbung angenommen haben. Außerdem sollten sie ganz trocken sein und sich nicht mehr eindrücken lassen.
  10. Die Kekse aus dem Ofen nehmen und lange genug auskühlen lassen. Dann erst deinem Hund verfüttern.

Da in dem Rezept keine Farb- und Konservierungsstoffe enthalten sind, lassen sich die Kekse nicht sehr lange lagern. Du solltest sie bis zum weiteren Verzehr auf jeden Fall luftdicht in einer Dose verschließen.

Möhren-Würfel

Zutaten:

  • 1 Möhre
  • 1 Ei
  • 50 ml Wasser
  • 1 EL Olivenöl
  • 150g Dinkelvollkornmehl (alternativ kannst du auch Dinkelmehl Typ 630 nehmen)
  • 50g zarte Haferflocken

Zubereitung:
1. Heize den Backofen zuerst auf 180° vor, bei Umluft auf 160°.
2. Schäle die Möhre und rasple sie in grobe Stücke. Anschließend vermische das Mehl mit den Haferflocken und gebe die Möhrenraspel, das Ei und das Olivenöl dazu. Alles zusammen kannst du dann mit dem Mixer zu einem Teig kneten.
3. Füge das Wasser hinzu und rühre weitere 4 Minuten. Der Teig sollte sich vom Rand der Schüssel lösen. Knete den Keksteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche weiter, bis dieser nicht mehr an deinen Händen klebt.
4. Rolle anschließend den Teig aus, sodass er ca. 4 mm dick ist. Lege den ausgerollten Teig auf das mit Backpapier belegte Backblech und steche ihn mit der Gabel mehrmals ein.
5. Mit einem Messer kannst du den Teig nun in ca. 2 cm große Quadrate schneiden.
6. Die Kekse müssen ca. 30 – 35 Minuten backen. Anschließend lege die Kekse zum Auskühlen auf ein Kuchengitter.

Apfel-Joghurt-Knochen

Zutaten:

  • 1 Apfel (alternativ kannst du auch eine Birne oder eine Möhre nehmen)
  • 70g fettarmer Joghurt
  • 50ml Wasser
  • 150g Dinkelmehl Typ 630
  • 100g zarte Haferflocken

Zubereitung:
1. Heize den Backofen auf 180° vor, bei Umluft auf 160°
2. Schäle den Apfel und rasple ihn ganz fein. Mische das Mehl und die Haferflocken in einer Schüssel zusammen und füge anschließend die Apfelraspel und den Joghurt hinzu. Mische alles zusammen mit dem Mixer.
3. Füge nun das Wasser löffelweise hinzu und rühre weiter bis sich der Keksteig vom Rand der Schüssel löst. Knete anschließend den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche, bis dieser nicht mehr an den Händen klebt.
4. Rolle den Teig aus, sodass er ca. 4 cm dick ist. Mit einer Knochenform kannst du die Keksknochen ausstechen und auf ein Backblech legen.
5. Für ca. 30 Minuten müssen die Kekse in den Ofen. Sie sind fertig, wenn sie leicht ge-bräunt sind. Die Kekse kannst du dann auf einem Kuchengitter abkühlen und trocknen lassen.

Käse-Cracker

Zutaten:

  • 80g geriebener Käse
  • 1 Ei
  • 75ml Wasser
  • 1 EL Olivenöl
  • 40g Haferkleie
  • 60g Dinkelmehl Typ 630
  • 100g Roggenmehl Typ 997

Zubereitung:
1. Heize den Backofen auf 180° vor, bei Umluft auf 160°.
2. Vermische das Mehl und die Haferkleie zusammen mit dem geriebenen Käse, dem Ei und dem Olivenöl. Nach 2 Minuten mit dem Mixer kannst du das Wasser ergänzen. Rühre nun weitere 4 Minuten.
3. Knete den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche, bis dieser nicht mehr klebt. Dann rolle ihn ca. 5mm dick aus.
4. Suche dir eine schöne Keksform aus und steche die Kekse aus. Lege nun die Hundekekse auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech.
5. Nach ca. 20 – 25 Minuten Backzeit kannst du die Kekse aus dem Ofen nehmen. Lass sie auf einem Kuchengitter gut abkühlen.

Erdnusskekse

Dieses Rezept ergibt ca. 2 Bleche mit unterschiedlich großen Ausstechern. Bitte teste vorab unbedingt, ob dein Hund Erdnüsse verträgt!
Zutaten

  • 150g Vollkorn Dinkelmehl
  • 70g Kleinblatt Haferflocken
  • 3 EL Erdnussmus pur (z.B. aus dem Biomarkt)
  • 4 EL Apfelmus pur und ohne zusätzlichen Zucker, kann man sehr gut aus einem Apfel selbst kochen
  • 1 Eigelb

Zubereitung

  1. Heize den Backofen auf 200 Grad Umluft vor.
  2. Aus allen Zutaten einen Teig kneten.
  3. Auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche ausrollen und mit geeigneten Förmchen Kekse ausstechen. Darauf achten, dass der Teig nicht zu dünn ist (ca. 0,5cm)
  4. Im vorgeheizten Ofen 10 Minuten backen, dann weitere 15 Minuten auf 180 Grad fertig backen. Danach bei geöffneter Ofentür abkühlen und trocknen lassen.

Tipp: Aus den Teigresten, die am Ende übrig sind, einfach kleine Stückchen reißen und mitbacken. Das sind tolle Trainingsleckerlis.

Leberwurst-Bällchen

Zutaten:

  • 100 g grobe Haferflocken
  • 100 g feine Haferflocken
  • 150 g Quark
  • 150 g Leberwurst
  • 2 EL Sonnenblumen-Öl
  • 1 Ei

Zubereitung:

  1. Heize den Backofen auf 175 Grad vor.
  2. Alle Zutaten zu einem Teig verkneten und daraus kleine Kugeln formen.
  3. Die Backzeit beträgt etwa 25 Minuten. Anschließend solltest du die Kugeln noch ein wenig auskühlen lassen.

Unsere Empfehlung: Verwende statt herkömmlicher Leberwurst spezielle Leberwurst für Hunde (z.B. von Trixie). Diese enthält keinen Zucker und nur einen geringen Salz- und Gewürzanteil. Mit Hunde-Snacks in Stielform (z.B. petcura Fleischsticks) kannst du die Leberwurst-Bällchen in lustige Leberwurst-Lollis verwandeln.
Backen für Hunde

Weihnachtsplätzchen für Hunde

Zucchini-Bäumchen

Zutaten:

  • 1 kleine Zucchini (oder 230 g)
  • 2 Eier
  • 350 g Dinkelmehl
  • Wasser und Mehl nach Bedarf
  • Rosmarin

Zubereitung:

  1. Heize den Backofen auf 175 Grad vor.
  2. Schäle und püriere die Zucchini und vermische die Masse mit den anderen Zutaten. Je nach Konsistenz kannst du einfach noch Wasser oder Mehl hinzufügen, bis sich der Teig gut formen lässt. Anschließend rollst du den Teig aus und stichst mit Weihnachtsbaum-Förmchen kleine Hundekekse aus.
  3. Nach etwa 25 Minuten Backzeit sollten die Bäumchen ausgeschalteten Backofen noch ein wenig nachtrocknen.

Je nach Belieben deiner Fellnase, kannst du die Kekse vor dem Backen noch mit einem Hauch Rosmarin bestreuen, das verleiht ihnen einen herrlich weihnachtlichen Geschmack.

Mandel-Plätzchen

Zutaten:

  • 250 g Roggenmehl
  • 200 g Haferflocken
  • 2 EL Honig
  • 2 Eier
  • 150 ml warmes Wasser
  • Mandeln zum Bestreuen
  • Eine Prise Zimt

Zubereitung:

  1. Heize den Backofen auf 220 Grad vor.
  2. Vermische die Zutaten gut miteinander und steche anschließend mit einer beliebigen Form die Plätzchen aus.
  3. Lege die Plätzchen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech aus und bestreue sie mit Mandeln.
  4. Im Backofen werden die Hundeleckerlis ca. 10 bis 15 Minuten gebacken. Lasse die Plätzchen anschließend im ausgeschalteten Ofen bei leicht geöffneter Tür noch ein wenig nachhärten.

Unser Tipp: Füge eine Prise Zimt zum Teig hinzu – dies gibt den Mandelplätzchen ihre besondere weihnachtliche Note. Aber Vorsicht: Zimt ist nicht jederhunds Geschmack! Zudem kann zu viel Zimt deinem Hund schaden.

Hundekekse für Allergiker

Für allergische Hunde kann statt der Erdnussbutter auch Karottenpüree oder Kürbispüree verwendet werden. Wenn man dem Hund eine Extra Portion Superfoods gönnen möchte, dann kann man diesem Rezept 1 EL Saaten zugeben, zum Beispiel Leinsaat, Sonnenblumenkerne, Hanfsaat oder Chiasamen. Dieses Rezept ergibt ca. 30-40 Happen mittlerer Größe.

No-Bake Kekse

Zutaten:

  • 100ml Kokosöl
  • 100ml Erdnussmus pur
  • Silikonförmchen

Zubereitung:

  1. Das Kokosöl in einem Topf bei niedriger Temperatur schmelzen.
  2. Das Erdnussmus hinzugeben und verrühren, bis eine homogene Masse entsteht, die von der Konsistenz einer dicken Cremesuppe ähnelt.
  3. Vom Herd nehmen und in die Silikonform gießen.
  4. Für 1 Stunde ins Gefrierfach legen. Im Kühlschrank geht es auch, dauert aber länger.
  5. Die Erdnusshappen aus der Form drücken und luftdicht im Kühlschrank ca. 1 Woche aufbewahren.

Da dieses Rezept sehr schnell geht, kann man diese Belohnungen ruhig öfter frisch machen. Oder sie einfrieren, das geht ebenfalls wunderbar. Nachdem ich meine Silikonform befüllt hatte, war noch ein wenig von der Masse übrig. Ich habe einfach noch Haferflocken dazugegeben, bis sich eine zähe Masse gebildet hat. Dann ab in den Kühlschrank damit, und aus dem gehärteten Teig kleine Bällchen geformt.

Bei Hundekeksen mit Fleisch- oder Fischanteil ist die Aufbewahrung im Kühlschrank empfehlenswert. Manche Hundekekse lassen sich sogar einfrieren. Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren der Rezepte und deinem Hund einen guten Appetit!


KristinaKristina Ziemer-Falke ist zertifizierte Hundetrainerin und Verhaltensberaterin durch die Tierärztekammer Schleswig-Holstein und das Messerli Forschungsinstitut der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Darüber hinaus verfügt sie über viele Zusatzausbildungen und Schwerpunkte und ist im Prüfungsausschuss der Tierärztekammer Niedersachsen für die Hundetrainerzertifizierungen.
Mit ihrem Mann Jörg Ziemer gründete sie das Schulungszentrum Ziemer & Falke, in dem sie seit vielen Jahren mit viel Herz, Leidenschaft und Kompetenz Hundetrainer in ganz Deutschland ausbilden und viele Weiterbildungsangebote anbieten. Viele kennen Kristina außerdem als erfolgreiche Autorin von Fachbüchern für Hundetrainer und Hundehalter sowie aus Artikeln beliebter Hundezeitschriften.


Hilf uns, unseren Service weiter zu verbessern. War dieser Artikel hilfreich für dich?

Kommentare, Fragen und Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.