Hundedecke

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Allgemeines zum Hilfsmittel – Die Hundedecke im Blickpunkt

Die Hundedecke ist ein sehr nützliches Hilfsmittel. Aufgrund ihrer vielseitigen Anwendungsmöglichkeit im Alltag stellt sie für jedes Hund-Mensch-Team eine Bereicherung dar. Du kannst deinen Hund mittels dieser Decke an einem bestimmten Punkt positionieren. Zuvor gut trainiert, bietet die Decke Deinem Hund einen Fixpunkt und die Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen – auch in einer fremden Umgebung.

Hundedecken gibt es im Handel in Hülle und Fülle und in allen erdenklichen Größen und Farben, aus unterschiedlichen Materialien und mit diversen Polsterungen, mit wärmender oder wasserabweisender Eigenschaft. Du kannst im Internet oder im Fachgeschäft fündig werden oder auch einfach selbst eine Decke für deinen vierbeinigen Liebling nähen.

Trainingsaufbau

Starte das Training am besten Zuhause in ruhiger Atmosphäre. Familienmitglieder und andere Vierbeiner sollten während dieser Zeit das Training nicht beeinflussen. Je weniger ablenkende Reize da sind, umso mehr kann sich dein Hund auf die Übungseinheit konzentrieren.

Positioniere die Hundedecke an einer ruhigen und dennoch gut erreichbaren Stelle. Wähle am besten einen Bereich im Zimmer, in dem sich dein Hund gerne aufhält, etwas Ruhe herrscht und er diesen bequem erreichen kann. Ein Platz neben oder gegenüber der Eingangs-/Wohnzimmertür ist weniger gut geeignet.

Zu Beginn des Trainings benötigst du noch kein Signal. Schließlich soll dein Hund erst einmal lernen gerne auf die Decke zu gehen. Überlege dir dennoch genau, welches Signal und welche Handlung dein Hund beim Erklingen deines Hörzeichens später ausüben soll. Hierzu ein Beispiel: Viele Hundehalter sagen entweder „Decke“ oder „auf die Decke“. Gemeint ist dabei, dass der Hund sich auf das Signal hin auf die Decke begibt UND sich dort hinsetzt oder am besten hinlegt.

Entscheide dich für eine Position, die dein Hund auch von sich aus gerne einnimmt und ihm keine Schwierigkeiten bereitet. Das bedeutet, wenn es ihm schwerfällt zu sitzen, lass ihn lieber liegen.

Wie du deinem Hund die Decke „schmackhaft“ machen kannst, entscheidest du. Schließlich führen viele Wege nach Rom und du kennst deinen Hund am besten. Eine Möglichkeit ist, deinen Hund in eine Warteposition zu bringen. Dabei legst du die Decke auf den Boden. Der Abstand von deinem Hund zur Decke sollte zu Beginn nicht allzu groß sein. Erweitere besser die Distanz schrittweise. Du selbst bleibst nahe der Decke stehen und legst oder wirfst nun ein Leckerchen auf die Decke. Anschließend motivierst du deinen Hund, sich das Leckerchen von der Decke zu holen. Mit einem Auflösesignal oder einer einladenden Geste signalisierst du deinem Hund anschließend, wieder von der Decke runterzugehen. Diesen Trainingsschritt wiederholst du einige Male, bis dein Hund zuverlässig auf die Decke geht.

Prima! Nun kannst du ein Signal einführen. Wichtig ist es, den Handlungsauslöser genau ausfindig zu machen, d. h., wenn dein Hund sich aufgrund deiner Wurfbewegung in Richtung Decke auf den Weg macht, wird davor dein „Decke“ oder „auf die Decke“ gesagt. Also folgender Ablauf: „Decke“ – deine Wurfgeste – Hund geht auf die Decke – Leckerli.

Anwendung im Alltag

Eine Hundedecke bietet im Alltag vielerlei Verwendungsmöglichkeiten. So kannst du sie mitnehmen, wenn du draußen mit deinem Hund unterwegs bist und ihn zwischendurch ablegen möchtest. Gerade bei Trainingseinheiten im Freien, bei denen deine Fellnase vielleicht für einen Moment länger warten muss, ist eine Decke hilfreich. Denn wenn der Untergrund keine weiche Wiese oder nass ist, kann eine Decke das Ablegen erleichtern. Gerade für ältere Hunde, die es lieber etwas weicher und wärmer haben, ist eine Decke Gold wert. Auch bei Restaurantbesuchen kannst du deinen Hund so an einer Stelle fixieren und ihn zur Ruhe kommen lassen.

Ebenso kannst du auch mehrere Decken mitnehmen, um deinen Hund unterwegs geistig auszulasten. Lasse die Übungen direkt in euer Training einfließen. Wenn dein Hund gelernt hat, dass er auf eine Decke geschickt werden kann, kannst du ihn auch auf verschiedene Decken schicken, aus unterschiedlichen Richtungen und in unterschiedlichen Entfernungen.

Tipps und Tricks

Da es die Hundedecke in verschiedenen Größen und aus diversen Materialien gibt, solltest du dir überlegen, wo und wie du sie verwenden möchtest. Nimmst du sie mit ins Freie, bietet sich ein strapazierfähiges Material an, das leicht zu reinigen ist.

Wichtig! Die Decke sollte niemals als Strafe eingesetzt werden. Wenn dein Hund sich dort ablegen und entspannt und locker sein soll, sollte er nie nach einem ungewünschten Verhalten dorthin geschickt oder platziert werden. Dadurch würde er die Decke mit einem negativen Gefühl verknüpfen und sich widerwillig dorthin begeben.

Fazit – ist die Hundedecke das Richtige für meinen Hund und mich?

Eine Hundedecke bringt viele Vorteile. Je nach Material und Größe ist sie ebenfalls gut zu verstauen und einfach mitzuführen. Probiere es einfach mal aus. Viel Spaß dabei!


KristinaKristina Ziemer-Falke ist zertifizierte Hundetrainerin und Verhaltensberaterin durch die Tierärztekammer Schleswig-Holstein und das Messerli Forschungsinstitut der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Darüber hinaus verfügt sie über viele Zusatzausbildungen und Schwerpunkte und ist im Prüfungsausschuss der Tierärztekammer Niedersachsen für die Hundetrainerzertifizierungen.
Mit ihrem Mann Jörg Ziemer gründete sie das Schulungszentrum Ziemer & Falke, in dem sie seit vielen Jahren mit viel Herz, Leidenschaft und Kompetenz Hundetrainer in ganz Deutschland ausbilden und viele Weiterbildungsangebote anbieten. Viele kennen Kristina außerdem als erfolgreiche Autorin von Fachbüchern für Hundetrainer und Hundehalter sowie aus Artikeln beliebter Hundezeitschriften.


 

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