Dürfen Hunde Himbeeren essen?

Verfasst von Thomas Brodmann
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Hund schnuppert an frischen Himbeeren am Strauch – dürfen Hunde Himbeeren essen?

Ja, Hunde dürfen Himbeeren essen. Die roten Beeren sind sehr gesund und gelten als gut verträglich. Dennoch sollten die Früchte nur gelegentlich als Snack dienen oder eine kleine Ergänzung des Futterplans darstellen. Bei einer zu großen Menge an Himbeeren könnten Verdauungsprobleme entstehen.

Sind Himbeeren gut für Hunde?

Himbeeren sind sehr nährstoffreiche Beeren, die nicht nur uns, sondern auch Hunde gesundheitlich unterstützen können:

  1. Vitamin C: Stärkt das Immunsystem
  2. Vitamin E: Hat eine antioxidative Wirkung
  3. Vitamin B: Wichtig für Stoffwechsel und Zellfunktionen
  4. Vitamin A: Gut für die Augen, Haut und Schleimhäute
  5. Antioxidantien: Schützen die Zellen und wirken entzündungshemmend
  6. Ballaststoffe: Unterstützen die Verdauung und Darmflora

Wie viele Himbeeren darf ein Hund fressen?

Auch wenn dein Hund Gefallen an Himbeeren gefunden hat, sollte die Menge begrenzt sein. Ausschlaggebend hierfür ist zuerst einmal die Größe des Hundes:

  • Kleine Hunde: 3 bis 4 Beeren
  • Mittelgroße Hunde: 5 bis 8 Beeren
  • Große Hunde: 12 bis 18 Beeren

Neben der Körpergröße ist auch die Verträglichkeit ein entscheidender Faktor. Die meisten Hunde vertragen Himbeeren sehr gut, dennoch solltest du sicherheitshalber auf Kotveränderungen achten. Um Verdauungsproblemen entgegenzuwirken, sollten Hunde die Beeren nicht täglich erhalten, sondern höchstens dreimal pro Woche. Sie sind ein gesunder Snack, aber sie enthalten Fruchtzucker und Ballaststoffe, die bei einer zu großen Menge die Verdauung beeinträchtigen können.

Darf ein Welpe Himbeeren essen?

Welpen unter 10 Wochen sollten keine Himbeeren und auch sonst kein Obst essen.

Ihr Verdauungssystem ist noch sehr empfindlich, was sich erst im Laufe der nächsten Lebensmonate zunehmend stabilisiert. Ab einem Alter von drei bis vier Monaten kannst du austesten, ob dein Welpe Himbeeren mag. Halbiere eine der Früchte und gib sie ihm aus der Hand oder lege sie in seinen Napf. Wenn er sie gerne frisst, kannst du ihm auch die andere Hälfte geben.

Belasse es bei höchstens zwei Himbeeren, da ungewiss ist, wie er auf eine größere Menge reagieren könnte. Füttere ihn auch nicht täglich mit Beeren, da zu viel Fruchtzucker eine Magen- Darm-Reizung auslösen kann. Halte dich bei der Ernährung in erster Linie an ein hochwertiges Welpenfutter und hundegerechte Snacks.

Welche Beeren dürfen Hunde nicht essen?

Nicht alle Beeren sind für Hunde gut verträglich. Dies gilt insbesondere für „rohe“ Holunderbeeren. Sie enthalten den giftigen Stoff Sambunigrin, der bei Hunden Übelkeit und Erbrechen auslösen kann. Verzichte außerdem auf gezuckerte Beeren, sowie Ebereschenbeeren, Mistelbeeren und Maiglöckchen-Beeren.

Halte dich an Himbeeren, Erdbeeren, Blaubeeren und Brombeeren. Diese sind für Hunde in der Regel gut verträglich – aber nur in einer begrenzten Menge.

Können Himbeeren giftig für Hunde sein?

Himbeeren sind für Hunde nicht giftig. Vorsichtig solltest du mit unreifen Früchten sein, die zu einer Magenverstimmung führen könnten. Ein Risiko besteht zudem bei wilden Waldhimbeeren. Bei ihnen ist nicht restlos auszuschließen, dass sie Bandwurmeier in sich tragen. Achte außerdem in jedem Fall darauf, dass die Himbeeren nicht verschimmelt sind und sei nicht zu großzügig bei der Menge. Zum einen ist zu viel Fruchtzucker ungesund, zum anderen enthalten Himbeeren eine winzige Spur von Xylit, das bei übermäßigem Konsum gesundheitliche Probleme auslösen könnte.

Welches Obst dürfen Hunde essen?

Als gelegentlichen Snack dürfen Hunde viele Obstsorten essen – darunter folgende:

Belasse es stets bei einer kleinen Menge. Obst sollte nur eine überschaubare Ergänzung des Speiseplans eines Hundes darstellen. Gemeinsam mit Leckerlis sollte der Anteil an der Tagesration bei unter 10 Prozent liegen.

Darf ein Hund gefrorene Himbeeren essen?

Ja, Hunde dürfen gefrorene Himbeeren essen, allerdings sollten sie angetaut oder bereits komplett aufgetaut sein. Im gefrorenen Zustand können sie das Zahnfleisch oder die Zähne schädigen sowie Probleme beim Schlucken verursachen. Leicht angetaut sind sie dagegen ein leckerer Snack, der bei vielen Hunden – auch gemischt mit etwas Joghurt – gut ankommt. Gerade im Sommer sind kühle Himbeeren eine willkommene Erfrischung.

Was passiert, wenn ein Hund zu viele Himbeeren frisst?

Eine zu große Menge an Himbeeren kann bei Hunden zu Bauchgrummeln, Blähungen, weichem Kot und unter Umständen auch Erbrechen führen. Auslöser hierfür sind der Fruchtzucker, der den Verdauungstrakt belastet und die Ballaststoffe, die leicht abführend wirken. Die Beschwerden sind in der Regel harmlos und sollten am nächsten Tag nicht mehr auftreten. Wenn doch – oder wenn der Allgemeinzustand deines Hundes nicht gut ist – solltest du deinen Tierarzt kontaktieren.

Helfen Himbeeren bei Durchfall?

Nein, du solltest nicht zu Himbeeren greifen, wenn dein Hund Durchfall hat. Besser geeignet ist eine Morosche Karottensuppe, gekochter Kürbis, Schonkost in Form von Huhn mit Reis oder ein magenschonendes Hundefutter. Von Vorteil kann auch sein, ein oder zwei Mahlzeiten ausfallen zu lassen, damit sich der Magen-Darm-Trakt beruhigt. Bei länger anhaltendem Durchfall ist tierärztlicher Rat notwendig.

Was sollte ich beachten, wenn ich meinem Hund Himbeeren gebe?

Wenn du deinem Hund Himbeeren füttern möchtest, achte auf folgende Punkte:

    1. Verwende nur reife, frische oder aufgetaute Himbeeren.
    2. Wasche die Beeren gründlich, um Schmutz, Keime und Pestizide zu entfernen.
    3. Am besten verwendest du nur Bio-Früchte.
    4. Bei jungen oder sehr kleinen Hunden kannst du die Himbeeren halbieren.
    5. Passe die Menge der Himbeeren an die Größe deines Hundes an.
    6. Vermeide Himbeerprodukte mit Zuckerzusatz.
    7. Nutze die Früchte nur als gelegentlichen Snack.
    8. Bei Verdauungsproblemen solltest du die Menge reduzieren.

Fazit

Himbeeren sind eine gesunde und schmackhafte Ergänzung für die Ernährung eines Hundes. Sie liefern wertvolle Vitamine und Antioxidantien, sind kalorienarm und in der Regel gut verträglich. Vorsicht ist geboten bei Welpen, übermäßigem Verzehr und bei Hunden mit empfindlichem Magen. Eine zu große Menge kann zu Verdauungsproblemen führen.

Quellen

  • Simon, Swanie (2008). BARF - Biologisch Artgerechtes Rohes Futter für Hunde. Drei Hunde Nacht
  • Esch-Völkel, Sylvia (2014). Buntes für den Hund. Kalidor
  • Dr. Bucksch, Martin (2017). Gesunde Ernährung für Hunde: Fertigfutter oder selbstgemacht - gesundes Futter für jeden Hund. KOSMOS Verlag
  • Meyer, Helmut (2016). Ernährung des Hundes: Grundlagen - Fütterung - Diätetik. Enke

Thomas Brodmann

Thomas Brodmann, Autor & Tierfotograf

Als freier Journalist und Fotograf ist Thomas auf Haustiere und Wildtiere spezialisiert - mit mittlerweile bereits über 20 Jahren Erfahrung. Er schrieb bereits für zahlreiche bekannte Tiermagazine und veröffentlichte 2017 sein Buch "Unser Hund fit und gesund", in dem er wertvolle Tipps rund um die Ernährung und Gesundheit von Hunden gibt.

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