Garten katzensicher machen

Verfasst von ZooRoyal Redaktion
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Garten katzensicher machen

Wenn die Tage länger werden und die Sonne den Boden erwärmt, zieht es nicht nur uns, sondern auch unsere Katzen nach draußen. Ein Garten bietet Freigängern wie Wohnungskatzen jede Menge Abwechslung – vom Beobachten der Vögel bis hin zum gemütlichen Sonnenbad im Gras. Gleichzeitig lauern dort aber auch einige Gefahren, die wir auf den ersten Blick oft gar nicht wahrnehmen. Deshalb lohnt es sich, den eigenen Garten katzensicher zu machen, damit deine Katze gefahrlos klettern, spielen, dösen und ihre Umgebung erkunden kann – und du sie mit einem guten Gefühl nach draußen lassen kannst. In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du deinen Garten mit ein paar einfachen Schritten so gestaltest, dass er sicher ist und gleichzeitig zum echten Katzenparadies wird.

Warum muss der Garten katzensicher gemacht werden?

Ein katzensicherer Garten schützt deine Katze vor Gefahren und macht dir den Alltag entspannter. Manche Gefahren sind für uns nicht auf den ersten Blick erkennbar: offene Straßen, giftige Pflanzen oder ungesicherte Wasserstellen können für Katzen schnell lebensbedrohlich werden. Ein katzensicherer Garten bietet deiner Katze einen geschützten Raum, in dem sie ihren natürlichen Bedürfnissen nachgehen kann: beobachten, klettern, jagen, ruhen. Gleichzeitig beugst du Stress vor. Für dich, weil du dein Tier bedenkenlos nach draußen lassen kannst, und für deine Katze, weil sie in einem sicheren Umfeld lebt.

Wie mache ich meinen Garten katzensicher?

So machst du deinen Garten katzensicher:

Grundstück sichern

Katzen sind wahre Kletterkünstler und überwinden auch mühelos Hürden wie hohe Zäune. Auch durch die kleinsten Öffnungen können sie sich hindurchzwängen. Wenn deine Katze das Grundstück gar nicht verlassen darf, wirst du um einen katzensicheren Zaun nicht herumkommen. Im Handel sind eine Menge verschiedene Modelle erhältlich. Wichtig ist, bei der Installation darauf zu achten, dass Lücken zum Boden und auch zwischen den Zaunelementen nie größer als drei bis vier Zentimeter sind. Deine Katze könnten sich sonst unter oder zwischen dem Zaun hindurchzwängen.
Eine natürliche Alternative zu Zäunen sind dichte Dornenhecken. Sie hindern Katzen am Kommen und Gehen und bieten zudem einheimischen Vögeln einen tollen Nistplatz. Wenn du ganz auf Nummer Sicher gehen möchtest, kannst du auch ein Katzengehege aufstellen. Ein solches Gehege bietet der Katze begrenzten, aber sicheren Auslauf.

Wichtig: Achte darauf giftige Chemikalien, wie Pflanzendünger und Frostschutzmittel an einem für Katzen unzugänglichen Ort aufzubewahren.

Sichere Aussichtspunkte schaffen

Am sichersten fühlen sich Katzen an hoch gelegenen Plätzen. Von hier aus haben sie einen guten Überblick über das tägliche Treiben in ihrem Territorium und können in aller Ruhe ihren Tagträumen nachhängen. Wenn du in deinem Garten keine geeigneten Bäume hast, kannst du beispielsweise einen Holzpfosten in den Boden einlassen und ein Brett als Sitz aufnageln. Für mehr Komfort kann ein Stück Teppich auf der Sitzfläche sorgen.

Schatten & Verstecke anbieten

Beispielsweise Kletterpflanzen, Büsche oder Unterschlüpfe für heiße Tage.

Sonnige Ruheplätze einrichten

Erhöhte, trockene Liegeflächen im Halbschatten oder auf dem Rasen.

Rückzugsort sichern

Geschützter Buddelplatz im Garten und sicherer Zugang zum Haus (z. B. Katzenklappe).

Ein stilles Örtchen

Katzen sind sehr reinliche Tiere und brauchen auch im Garten einen Platz für ihr großes und kleines Geschäft. Gut dafür geeignet und zudem günstig ist zum Beispiel ein Hochbeet aus Weinkisten oder Paletten. Gefüllt mit frischer, lockerer Erde und ein wenig abgeschirmt durch eine Hecke, bietet es deiner Katze genug Privatsphäre.

Wie kann man den Garten für Katzen ansprechender gestalten?

Katzen lieben Klettern und Beobachten, benötigen aber auch einen Ort, um sich zurückziehen zu können. Um den Garten ansprechender für deine Katze zu gestalten, lohnt es sich, ihn abwechslungsreich und naturnah zu planen. Unterschiedliche Ebenen, natürliche Materialien und kleine Entdeckungsmöglichkeiten sorgen für Beschäftigung und Wohlbefinden. Sonnige Plätze zum Dösen, schattige Bereiche zum Abkühlen sowie strukturierte Wege durch Beete oder entlang von Zäunen geben Orientierung und fördern das Sicherheitsgefühl deiner Katze. Gleichzeitig regen Elemente wie Rasenzonen, robuste Pflanzen oder gezielt platzierte Rückzugsorte die Sinne an und verhindern Langeweile.

Welche Gefahren gibt es im Garten für Katzen?

  • Chemikalien und Gartenmittel wie Dünger, Pestizide, Unkraut- oder Schneckenkorn
  • Offene Wasserstellen wie Teiche, Regentonnen oder offene Wasserfässer ohne Ausstiegsmöglichkeit
  • Scharfe oder schwere Gartenwerkzeuge, die herumliegen oder umkippen können
  • Instabile Zäune, Rankhilfen oder Kletterelemente, an denen sich Katzen verletzen können
  • Giftige Pflanzen wie Lilien, Efeu oder Oleander, die beim Anknabbern gesundheitsschädlich sein können

Welche Pflanzen sind giftig im Garten?

  • Lilien: besonders gefährlich, da alle Pflanzenteile hochgiftig sind
  • Oleander: bereits kleine Mengen können schwere Vergiftungen auslösen
  • Efeu: verursacht Magen-Darm-Beschwerden und neurologische Symptome
  • Rhododendron: kann zu Herz- und Kreislaufproblemen führen
  • Buchsbaum: enthält Alkaloide, die giftig für Katzen sind
  • Fingerhut: wirkt stark auf Herz und Kreislauf
  • Herbstzeitlose: eine der giftigsten Gartenpflanzen
  • Maiglöckchen: besonders gefährlich durch herzaktive Glykoside

Eine vollständige Liste findest du in unserem Beitrag: Giftige Pflanzen für Katzen im Überblick

Oft gestellte Fragen

Kann man den Garten auch ohne Zaun katzensicher machen?

Spezielle Katzennetze, welche bestimmte Bereiche sichern, nach innen geneigte Rankhilfen, natürliche Barrieren (z. B. dichte Hecken) oder gesicherte Terrassenbereiche können das Weglaufen reduzieren, bieten jedoch keinen vollständigen Schutz. Besonders in der Nähe von Straßen oder fremden Grundstücken ist ein Zaun meist die sicherste Lösung.

Ab welchem Alter dürfen Katzen sicher in den Garten?

Katzen sollten erst ab einem Alter von etwa 6 bis 8 Monaten in den Garten gelassen werden, wenn sie körperlich gut entwickelt und geimpft sind.

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