Dürfen Katzen Banane essen?

Verfasst von Thomas Brodmann
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Dürfen Katzen Bananen essen?

Katzen dürfen ein wenig Banane naschen, zu viel ist jedoch ungesund für sie. Die tropischen Früchte enthalten Kohlenhydrate und viel Fruchtzucker, die zu Verdauungsproblemen führen können. Zudem solltest du vorsichtig mit Bananenschalen und Bananenpflanzen sein.

Wie viel Banane darf meine Katze fressen?

Katzen sind reine Fleischfresser. Obst und Gemüse stehen nur zu einem verschwindend kleinen Teil auf ihrem natürlichen Ernährungsplan. Daher sollten Katzen höchstens hin und wieder ein kleines Stückchen Banane bekommen. Die Frucht ist kein geeigneter Ersatz für katzengerechte Nahrung oder Leckerlis. Sollte deine Katze also Interesse an Banane zeigen, kannst du ihr als kleine Abwechslung auf dem Speiseplan ausnahmsweise einmal eine Scheibe geben. Mehr sollte es jedoch nicht sein, da das Verdauungssystem mit Obst wenig anfangen kann und eine größere Menge eine Belastung darstellt.

Dürfen Kitten Banane essen?

Kitten sollten keine Banane bekommen. Ihr Verdauungsapparat ist bezüglich neuer Nahrung noch empfindlicher als der von erwachsenen Katzen. Halte dich an ein hochwertiges Kittenfutter, das dein Kleines mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt. Banane kann die Verdauung unnötigen belasten und zu Durchfall führen. Ursache hierfür sind die in Bananen enthaltenen Ballaststoffe, Stärke und Zucker. Wenn du auf der Suche nach einem verführerischen Snack für dein Kitten bist, setze auf geeignete Katzen-Leckerlis.

Alternative für Banane als Katzensnack

Sind Bananen gesund für Katzen?

Bananen enthalten viele Nährstoffe, die für uns Menschen gesund sind – für Katzen gilt dies jedoch nicht in gleichem Maß. Ihre Ansprüche unterscheiden sich deutlich: Katzen gewinnen ihre lebenswichtigen Nährstoffe über Fleisch und nicht aus pflanzlicher Nahrung. Das in Bananen enthaltene Kalium sowie Vitamin B und C sind für sie daher nicht relevant. Im Gegenteil: Die ebenfalls in Banane enthalten Kohlenhydrate können vom Organismus der Katze nicht optimal verwertet werden. Für uns sind daher Bananen gut, für Katzen bringen sie jedoch keinen nennenswerten Vorteil und sind höchstens gelegentlich einmal als kleiner Snack geeignet.

Ist Bananenschale giftig für Katzen?

Katzen sollten niemals Bananenschale essen oder auch nur daran schlecken. Zum einen ist die Schale schwer verdaulich, zum anderen kann sie Rückstände giftiger Pflanzenschutzmittel sowie Konservierungsrückstände enthalten. Die meisten Katzen zeigen wenig Interesse, wenn Bananen in einer Obstschale liegen. Sollte dies bei deinem Stubentiger anders sein, solltest du Bananen so aufbewahren, dass sie nicht erreichbar sind. Vorteilhaft wäre grundsätzlich, wenn es sich um Bio-Bananen handelt, aber auch dann sollte deine Katze besser nicht daran schlecken oder auf ihnen herumkauen.

Mögen Katzen Banane gern?

Die Mehrzahl der Katzen zeigt wenig Interesse an Banane, doch die Geschmäcker sind unterschiedlich. Der Duft könnte für manche anziehend sein, allerdings schmecken Katzen keine Süße. Daher dürfte das Geschmackserlebnis für sie nicht besonders überwältigend sein. Wundere dich also nicht, wenn zuerst Interesse vorhanden ist und anschließend das Stückchen Banane beinahe unberührt im Schälchen liegenbleibt. Das ist völlig normal und in Ordnung so, schließlich sollte Banane nicht als regelmäßiger Snack zum Einsatz kommen. Nur wenn deine Katze ein gesteigertes Interesse an diesem Obst hat und es nicht zu Verdauungsproblemen kommt, kannst du ihr gelegentlich ein kleines Stück geben.

Sind Bananenpflanzen giftig für Katzen?

Bananenpflanzen gibt es als klein bleibende Ziergewächse für zu Hause. Sie gelten im Allgemeinen als ungiftig. Sollte deine Katze also an den Blättern knabbern, musst du dir normalerweise keine großen Sorgen machen. Allerdings sind die Pflanzenfasern ungeeignet für ihren Verdauungstrakt. Bananenpflanzen stellen daher keinen Ersatz für Katzengras dar. Falls du hiervon keines bei dir in der Wohnung hast, ist eine Anschaffung empfehlenswert, um deine Katze vom Knabbern an der Zierbananenpflanze abzuhalten.

Was passiert, wenn Katzen zu viel Banane fressen?

Wenn eine Katze zu viel Banane frisst, kann dies zu Verdauungsproblemen führen. Typische Symptome sind:

  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Blähungen
  • Verstopfung.

Der Grund hierfür ist vor allem, dass die in Bananen enthaltene Stärke und der Fruchtzucker für sie schwer verdaulich sind. Zudem besteht bei einem regelmäßigen Verzehr die Gefahr von Übergewicht und erhöhten Blutzuckerwerten. Biete deiner Katze Banane daher nicht regelmäßig an und wenn, dann nur ein kleines Stück. Falls sich deine Katze eine größere Menge an Banane einverleibt hat, beobachte ihren Allgemeinzustand und ihre Verdauung. Bei Auffälligkeiten solltest du sicherheitshalber zum Tierarzt gehen.

Was sollte ich beachten, wenn ich meiner Katze Banane gebe?

Sofern deine Katze Interesse an Banane zeigt und du ihr etwas geben möchtest, achte auf folgendes:

  • Füttere nur um eine kleine Menge.
  • Idealerweise fütterst du nur Biobanane.
  • Achte darauf, dass deine Katze nicht die Schale beim Zubereiten abschleckt.
  • Entferne faule Stellen und verwende nur reife Früchte.
  • Behalte beim Füttern im Hinterkopf, dass es sich bei Banane nicht um einen Leckerliersatz handelt. Sie sollte nur ausnahmsweise als kleiner Snack zum Einsatz kommen.

Fazit

Bananen sind für Katzen zwar nicht giftig, aber auch nicht gesund. In größerer Menge können sie sogar zu Verdauungsproblemen führen. Auch sind sie keine sinnvolle Ergänzung ihres Speiseplans: Katzen sind Fleischfresser und ziehen alle lebensnotwendigen Nährstoffe aus tierischer Nahrung. Sollte deine Katze Banane lieben, kannst du ihr ab und zu ein kleines Stückchen geben. Als regelmäßigen Snack solltest du jedoch nur für Katzen geeignete Leckerlis verwenden.

Quellen

  • Simon, Swanie (2008). BARF - Biologisch Artgerechtes Rohes Futter für Hunde. Drei Hunde Nacht
  • Esch-Völkel, Sylvia (2014). Buntes für den Hund. Kalidor
  • Dr. Bucksch, Martin (2017). Gesunde Ernährung für Hunde: Fertigfutter oder selbstgemacht - gesundes Futter für jeden Hund. KOSMOS Verlag
  • Meyer, Helmut (2016). Ernährung des Hundes: Grundlagen - Fütterung - Diätetik. Enke

Thomas Brodmann

Thomas Brodmann, Autor & Tierfotograf

Als freier Journalist und Fotograf ist Thomas auf Haustiere und Wildtiere spezialisiert - mit mittlerweile bereits über 20 Jahren Erfahrung. Er schrieb bereits für zahlreiche bekannte Tiermagazine und veröffentlichte 2017 sein Buch "Unser Hund fit und gesund", in dem er wertvolle Tipps rund um die Ernährung und Gesundheit von Hunden gibt.

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