Igelfutter ist speziell auf die Bedürfnisse von Igeln abgestimmt. Anders als das Zufüttern von Vögeln oder auch Eichhörnchen im Winter ist das Füttern von Igeln noch nicht weit verbreitet und sollte genau abgewogen werden. Im Unterschied zu anderen Wildtieren wird das Igelfutter nicht im Winter angeboten, sondern im Herbst und im Frühjahr. Wann ein Zufüttern sinnvoll sein kann, welches Futter sich eignet und wie du dieses am besten anbietest, erfährst du hier.
Igel sind Wildtiere und suchen sich ihr Futter in der Regel selbst. In den warmen Monaten ist es eher kontraproduktiv, den stacheligen Tieren Igelfutter zu geben, da dies ihren
Tagesrhythmus durcheinanderbringen kann – es kann sogar passieren, dass sie
nicht in den Winterschlaf gehen, wenn ein zu üppiges Nahrungsangebot herrscht. Außerdem werden Igel durch zusätzliche Nahrung schnell
übergewichtig. Es gibt jedoch einige Situationen, in denen es sinnvoll ist,
Igelfutter unterstützend zur Verfügung zu stellen. Dies ist vor allem dann der Fall,
wenn Igel in der Natur nicht mehr genügend Nahrung finden, diese aber dringend brauchen. Igel bekommen in der Regel nur einmal im Jahr
Junge, die im Herbst schon ein
ausreichendes Gewicht erreicht haben, um den
Winterschlaf zu überstehen. Dieses liegt für Jungtiere bei etwa 500, besser 600 Gramm, ausgewachsene Tiere sollten 1000 Gramm auf die Waage bringen. Es kann aber vorkommen, dass der Wurf nicht überlebt, dann kann ein Igelweibchen ein weiteres Mal Junge haben. Durch das
kargere Nahrungsangebot im Herbst kann es sowohl für die
Igelkinder als auch für die
Mutter schwierig sein, sich genug Gewicht für den Winterschlaf anzufressen. Außerdem kannst du die geschwächten Stacheltiere
im Frühjahr mit Igelfutter unterstützen, wenn sie aus dem Winterschlaf erwacht sind, das Nahrungsangebot aber noch knapp ist – beispielsweise durch
anhaltenden Frost. Es kann also sinnvoll sein, Igeln Futter anzubieten, du solltest dich damit allerdings auf den Herbst bzw. das Frühjahr beschränken.