Es gibt viele alltägliche Lebensmittel, die als Meerschweinchenfutter geeignet sind. Zu den Lieblings-Nahrungsmitteln eines Meerschweinchens gehören:
- Heu und Gräser
- Kerne und Samen
- Kräuter, Blätter und Blüten
- Obst und Gemüse
- Zweige
- Trockenfutter und Leckerlis
Artgerechtes Meerschweinchenfutter zeichnet sich durch abwechslungsreiche und frische Nahrungsmittel aus. Der Verdauungstrakt der kleinen Nager ist sehr lang und verfügt über eine geringe Peristaltik. Das bedeutet, dass die Tiere für eine funktionierende Verdauung auf ständige Nahrungsaufnahme mit hohem Rohfaseranteil angewiesen sind.
Heu: Das Grundnahrungsmittel für Meerschweinchen
Wenn keine frischer Gräser vorhanden sind, steht Heu ganz oben auf der Futterliste. Es weist einen hohen Rohfaseranteil und viele Nährstoffe auf, die dein flauschiger Liebling benötigt. Rund um das vielseitige Meerschweinchenfutter sind allerdings einige Regeln zu beachten: Zunächst sollte das Heu täglich ausgetauscht werden. Die kleinen Racker suchen sich nämlich nur die besten Halme heraus und lassen härtere oder verschmutzte Reste liegen. Damit die Tierchen möglichst viel von ihrem Heu fressen können, sollte dieses nicht nur auf das Kleintierstreu gelegt, sondern in einer Heuraufe als Käfigzubehör platziert werden.
Meerschweinchenfutter: Kerne und Samen als hochwertige Eiweißquelle
Da Meerschweinchen Herbivoren, also Pflanzenfresser, sind, benötigen sie pflanzliche Eiweißquellen. Anders als bei vegan lebenden Menschen, sind Hülsenfrüchte für Meerschweinchen ein absolutes No-Go. Stattdessen können Kerne und Samen dem Meerschweinchenfutter beigemischt werden. Wie viel du deinen kleinen Lieblingen davon anbietest, hängt von der Art des Heus ab. Verfügt es über wenig Ähren, solltest du einen Teelöffel Sämereien pro Woche und Tier zufüttern.
Es grünt so grün: Kräuter, Blätter und Blüten
Um das Meerschweinchenfutter mit mehr Vitaminen und Mineralien anzureichern, kannst du deinen Süßen eine kleine Auswahl an frischen oder getrockneten Kräutern und Blättern anbieten. An Kräutern dürfen es maximal 20 g pro Woche sein, da die Nieren der kleinen Fellnasen sonst durch einen Kalziumüberschuss belastet werden. Bei trockenen Blättern und Blüten musst du weniger penibel au die Mengen achten. Welche Pflanzen dein Meerschweinchen am liebsten frisst, probierst du am besten einfach aus. Die meisten Tiere lieben Löwenzahn - Dill, Gänseblümchen, Kamille oder Oregano werden auch gerne gefressen.
Obst und Gemüse: Wasser für die Meerschweinchen
In der Regel trinken Meerschweinchen nicht viel, denn sie nehmen den Großteil des Wassers über frisches Meerschweinchenfutter auf. Aus diesem Grund gehören verschiedene Obst- und Gemüsesorten auf den Speiseplan. Sollten die Kleinen doch einmal durstig sein, so ist eine Nagertränke die beste Wahl. Während Wasser in einer Schüssel leicht verschmutzen kann, ist es in einer Tränke vor Verunreinigung geschützt. Dennoch sollte auch die Tränke einmal pro Tag neu befüllt werden.
Meerschweinchenfutter: Zweige, Trockenfutter und Leckerlis
Wie der Name vermuten lässt, wollen die Zähnchen der Nager gefordert werden: Snacks in Form von trockenen Zweigen werden gerne angeknabbert. Sie stärken den Kiefer, verfügen über wichtige Nährstoffe und bieten Beschäftigung. Trockenfutter und Leckerlis sollten nicht regelmäßig zum Meerschweinchenfutter beigefügt werden, da diese sehr energiereich sind. Beim Kleintiertransport oder in einem Nagerspielzeug versteckt sind geringe Mengen jedoch ein gutes Mittel gegen die Langeweile.